„Wir wollten ein System, das unsere Mitarbeiter in der Produktion, Planung und im Einkaufgleichermaßen verstehen. Odoo war die erste Plattform, die sich wirklich nahbar anfühlte.“
Wenn Sie wissen wollen, wie sich Odoo in der Fertigung schlägt, fragen Sie am besten die Menschen, die täglich damit arbeiten.
Wir haben uns in der Odoo-Community umgehört – in Foren, auf Reddit und in User-Groups –, um zu verstehen, wie produzierende Unternehmen das System nutzen und bewerten.
Das Fazit? Es ist nicht unbedingt die schiere Anzahl der Funktionen, die überzeugt, sondern die Leichtigkeit, mit der alles ineinandergreift.
Das Ökosystem-Argument
Hersteller nutzen einen Kern an Odoo-Apps, die zusammen als voll integriertes MES (Manufacturing Execution System) und MRP (Materialbedarfsplanung) fungieren.
Bei Unternehmenssoftware gibt es oft die Debatte: „Best-of-Breed“ (für jede Aufgabe die spezialisierteste App kaufen) oder „Integrated Suite“ (ein System, das alles solide abdeckt). Die Meinung der Odoo-Community ist eindeutig: Für mittelständische Hersteller gewinnt die Integration.
Ein Reddit-Nutzer schreibt dazu:
„Einzeln betrachtet ist wahrscheinlich keine der Apps die absolut beste in ihrem Bereich. Aber im Zusammenspiel funktionieren sie hervorragend, und das Preis-Leistungs-Verhältnis ist unschlagbar.“
Der eigentliche Wert liegt im Aufbrechen von Silos. In Odoo spricht die Lager-App direkt mit dem Einkauf; die Instandhaltung kommuniziert mit der Kapazitätsplanung. So entsteht ein digitaler Faden, der den physischen Warenfluss in der Fabrik exakt widerspiegelt.
So spielen die Apps zusammen:
Fertigung (MRP) für…
- Arbeitsaufträge,
- Stücklisten (BOMs),
- Arbeitspläne.
Lager für…
- Lagerplätze,
- Auffüllregeln,
- Los- und Seriennummern.
Einkauf für…
- Beschaffung,
- Lieferantenmanagement.
PLM für…
- Technische Änderungsaufträge,
- Versionskontrolle.
Qualität für…
- Prüfpunkte,
- Kontrollschritte,
- Qualitätsmängel.
Shop Floor für…
Benutzeroberfläche für Tablets und Terminals.
Wartung
Vorbeugende Wartung und Instandsetzung.
Barcode
Mobile Lagerprozesse per Handscanner.
Der Faktor Benutzerfreundlichkeit
Das meiste Lob bekommt regelmäßig die Odoo Shop Floor App.
Früher waren MES-Schnittstellen oft überladen, textlastig und für Desktop-PCs gedacht. In der Praxis ist das für einen Werker mit Schutzhandschuhen oder jemanden, der direkt an der Linie steht, unbrauchbar. Nutzer nennen die Shop Floor App mit ihrer Tablet-optimierten Oberfläche oft als Hauptgrund für die hohe Akzeptanz im Team.
„Definitiv die Shop Floor App“, antwortete ein Nutzer auf die Frage, wo Odoo die Konkurrenz abhängt. Ein anderer betonte, wie hilfreich es sei, Zeichnungen und Arbeitsanweisungen direkt am Arbeitsplatz aufrufen zu können.
Für Betriebe mit begrenztem IT-Support ist die Benutzeroberfläche ein wichtiger Aspekt: Wenn ein Mitarbeiter das System an einem Nachmittag erlernen kann, werden die Daten, die ins System fließen, um ein Vielfaches zuverlässiger.
Fertigungsprozesse von A bis Z
Niemand kauft ein ERP wegen einer Feature-Liste – man will Prozesse lösen.
Ein System ist dann erfolgreich, wenn es Design, Planung, Einkauf und Produktion nahtlos verbindet.
Genau so eine Komplettlösung bietet Odoo.
Durch den Open-Source-Kern lässt sich Odoo zudem leicht an Spezialsoftware (wie CAD) oder Maschinendaten anbinden.
So bewerten Nutzer die Kernprozesse:
Order-to-Cash
Angebot bis Zahlung
Das sagen Odoo-Nutzer:
Nutzer loben den reibungslosen Übergang vom Verkauf zur Produktion. Besonders wertvoll ist das für Betriebe, die Sonderanfertigungen oder Kleinserien mit hohem Tempo produzieren.
Auftragsfertigung (Make-to-Order)
Verkaufsauftrag → automatischer Fertigungsauftrag → Beschaffung (falls nötig).
Das sagen Odoo-Nutzer:
Teams, die maßgeschneiderte Möbel oder Metallteile fertigen, schätzen diesen automatisierten Flow.
Lagerfertigung (Make-to-Stock)
Prognose → Auffüllung → Serienfertigung.
Das sagen Odoo-Nutzer:
Hier punktet Odoo durch seine Einfachheit. Planer schätzen, dass die Prognose kein zweites System braucht, sondern direkt in die Zeitplanung einfließt.
Auftragsbezogene Konstruktion (Engineer-to-Order)
PLM → Änderungs-Workflow → revidierte Stückliste → Produktion.
Das sagen Odoo-Nutzer:
Teams mit strukturierten Engineering-Prozessen nutzen die integrierte PLM-App, um Änderungen nachvollziehbar zu halten, ohne auf schwere externe Software angewiesen zu sein.
Ein Odoo-Nutzer auf Reddit berichtete, wie sie innerhalb eines Jahres profitiert haben:
„Wir haben den Aufwand im Einkauf von einer Vollzeitstelle auf eine halbe Stelle gesenkt – allein durch gute Auffüllregeln und die richtige Nutzung von Verpackungen und Maßeinheiten. Mit der Barcode-App rücken unsere Lagerbestände immer näher an die Echtzeit.“
Compliance, Rückverfolgbarkeit & komplexe Setups
Oft besteht die Sorge, ob Odoo auch komplexe Fertigung kann, inklusive strenger Audits und mehrstufiger Montagen.
Die Community sagt: Ja, das geht. Vorausgesetzt, man weiß wie.
Lückenlose Rückverfolgbarkeit
Die Los- und Seriennummernverfolgung ist direkt im Standard integriert. Hersteller von Lebensmitteln oder Elektronik nennen dies häufig als herausragendes Merkmal.
„Wir können eine Einheit in zwei Klicks vom Rohmaterial bis zum Versand zurückverfolgen“, so ein Nutzer.
Hinweis für komplexe Abläufe: Die offene Architektur von Odoo ermöglicht tiefgreifende Anpassungen. Unsere „Enhanced Traceability“-Lösung baut beispielsweise auf dem Odoo-Standard auf, um volle Transparenz über den gesamten Lebenszyklus zu bieten. Sie verknüpft Reparaturen, Updates und Serviceberichte direkt mit den Seriennummern, sodass kein Detail verloren geht.
Versionskontrolle & PLM
Der Vorteil, den Hersteller hier am meisten nennen, ist nicht die PLM-App an sich, sondern die Konsistenz, die sie schafft. Durch freigabepflichtige Stücklisten und Genehmigungen bringen technische Änderungen die Produktion nicht mehr durcheinander.
Compliance
Für Hersteller in regulierten Sektoren ist die Auditierbarkeit ein Must-Have.
Zwar wird Odoo nicht explizit als reine „Compliance-Software“ vermarktet, doch erfüllt es diese Funktion in der Praxis hervorragend.
Mittelständische Hersteller berichten, dass sie selbst strenge Auflagen (wie ISO-Standards) erfüllen, indem sie folgende Elemente kombinieren
- Kontrollierte Dokumente über alle Odoo-Apps hinweg,
- Protokollierte Genehmigungsverfahren,
- Verpflichtende Qualitätsprüfpunkte,
- Und unveränderbare Audit-Trails (Revisionsprotokolle).
Mehrstufige Stücklisten (BOMs)
Für Unternehmen, die Maschinen oder Elektronik mit vielen Unterbaugruppen fertigen, ist Odoo absolut geeignet. Einmal sauber aufgesetzt, meistert das System auch verschachtelte Abhängigkeiten problemlos.
5 Odoo-Must-haves für die Fertigung
Erfolgreiche Odoo-Nutzer aus dem Fertigungssektor heben immer wieder dieselben fünf Punkte hervor:
1. Klare und präzise Stücklisten
Der wohl wichtigste Rat. Wenn die Stücklisten (BOMs) verlässlich sind, wird die gesamte Planung (MRP) vorhersehbar.
2. Ein strukturiertes Lager-Layout
Erfolg beginnt bei der physischen Einrichtung. Logische Regale, Routen und Benennungen ermöglichen erst effiziente Barcode-Abläufe.
3. Das Shop Floor Interface
Tablets in der Produktion halten die Werker vernetzt, ohne sie mit der Komplexität des ERP-Backends zu überfordern.
4. Integrierte Qualitätskontrollen
Einfache Prüfpunkte im Fertigungsauftrag verhindern den Ausschuss und sichern die Qualität, ohne den Fluss zu bremsen.
5. Schrittweise Einführung
Viele empfehlen, klein anzufangen – etwa mit einer Produktionslinie oder Produktfamilie – und dem Team Zeit zu geben, schrittweise zu wachsen.
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Lassen Sie uns gemeinsam schauen, wie Sie Ihre gesamte Fertigung in einem System effizient steuern können.