Diese Updates aus dem Odoo & ERP-Universum sollten Sie diesen Monat nicht verpassen. .
News aus dem Odoo HQ
Offizielle Updates und Beiträge direkt aus Odoo’s Zentrale, von Odoo-Mitarbeitern und Odoo-Gründer Fabien Pinckaers.
Alle News vom Odoo Partner Day 2026
Hier sind die wichtigsten Highlights:
Starke Zahlen für 2025
Odoo gibt Gas: 2025 wurde ein fakturierter Gesamtumsatz von 619 Mio. € erreicht, beim jährlich wiederkehrenden Umsatz (ARR) knackte man die 480 Mio. €. Seit zehn Jahren wächst Odoo konstant um etwa 57 % jährlich und beschäftigt mittlerweile weltweit 6.800 Leute.
Odoo holt Claude AI an Bord
Bestätigt: Odoo arbeitet gerade daran, das KI-Modell Claude direkt in Odoo.sh zu integrieren.
Was macht die erfolgreichsten Partner aus?
Odoo hat Daten analysiert, um das Erfolgsrezept seiner Top-Partner zu finden. Das Ergebnis: Die am schnellsten wachsenden Partner setzen auf schnelle Go-Live-Phasen, um sofort Ergebnisse zu liefern. Außerdem punkten sie durch tiefes Branchenwissen, scheuen sich nicht davor, ihre Kunden auch mal kritisch zu hinterfragen, und arbeiten extrem eng mit dem Odoo-Team zusammen.
Wachstums-Check: So läuft es in Europa
Die Zahlen für das erste Quartal 2026 sind da und zeigen ein gemischtes Bild:
- Die Überflieger: Belgien ist mit +70 % Spitzenreiter, gefolgt vom Baltikum (68 %) und der Region Deutschland/Österreich (66 %).
- Solides Wachstum: Die Niederlande (49 %), Nordics (48 %), Luxemburg (41 %), Schweiz (39 %), Zentral- & Osteuropa (37 %), Spanien (36 %), Frankreich (29 %) und Italien (25 %) legen ordentlich zu.
- Baustellen: UK und Irland schwächeln mit nur 7 %, während Südeuropa sogar ein Minus von 11 % hinnehmen musste.
Lohnabrechnung in Belgien: Deal mit Partena Professional
Odoo mischt den belgischen HR-Markt auf: Durch eine tiefe Integration von Partena Professional können bald auch Großkunden mit Hunderttausenden von Abrechnungen direkt in Odoo arbeiten. Startschuss ist der 1. Januar 2027.
Neues Büro in Lyon ab Juni 2026
Odoo Frankreich wächst und eröffnet am 1. Juni einen Standort in Lyon. Hintergrund sind die hohen Erwartungen im Markt und die neue E-Rechnungs-Pflicht ab September 2026. Dafür sollen bis Jahresende 80 neue Leute eingestellt werden.
US-Preiserhöhung: Viel Lärm um nichts?
Obwohl die 30-prozentige Preiserhöhung für den „Custom Plan“ in den USA anfangs für Wirbel sorgte, sind die Abschlussraten stabil geblieben. Odoo sieht sich durch die Strategie bestätigt: Man stehe im Mittelstand jetzt besser da und biete im Vergleich immer noch das beste Preis-Leistungs-Verhältnis der Region.
Community-Tratsch
Die heißen Themen, über die Odoo-Nutzer diesen Monat sprechen.
Odoo dominiert beim KI-Training – aber zu welchem Preis?
Odoo-Chef Fabien Pinckaers hat auf LinkedIn einen interessanten Fakt geteilt: Stolze 2 % des gesamten Open-Source-Codes in Python stammen von Odoo.
Er sieht darin einen "unfairen Vorteil" im Rennen um die KI-gestützte ERP-Welt, da die großen Sprachmodelle (LLMs) bereits bestens mit Odoo-Daten trainiert sind.
Viele Nutzer stimmen zu: Diese starke Präsenz in den Trainingsdaten verschafft Odoo einen echten Vorsprung, weil die KI die Architektur und Logik dahinter schon versteht.
Ein User berichtete sogar, dass sich seine Connector-Integration fast wie von selbst geschrieben hat, weil die KI die Strukturen von Odoo bereits in- und auswendig kannte.
Masse ist nicht gleich Klasse
Es gibt jedoch auch Skepsis, was die Qualität der Trainingsdaten angeht. Gegenstimmen gaben zu bedenken, dass viel Code nicht automatisch guten Code bedeutet.
Da KI-Modelle auch auf Basis von veraltetem Code schlechte Tipps geben können, müssen Entwickler die Ergebnisse weiterhin kritisch überwachen.
Ein Risiko für das Geschäftsmodell?
Ein Nutzer merkte an, dass die zunehmende KI-Entwicklung Odoo's Geschäftsmodell "fragmentieren" könnte: Wenn Entwickler dank KI ihre eigenen Speziallösungen auf Odoo-Basis bauen, melden sie sich nur noch dann bei Odoo, wenn es gar nicht mehr anders geht.
Die Gefahr: Unternehmen könnten versuchen, die kostenpflichtige Enterprise-Version komplett zu umgehen. Das würde die Philosophie des integrierten ERP-Systems, auf der Odoo basiert, untergraben – und das letztlich immer auf Kosten der Systemsicherheit.

Neues aus der ERP-Welt
Schlagzeilen aus der ERP-Welt, die Sie nicht verpassen sollten.
SAP kauft Daten-Spezialist Reltio, um „Agentic AI“ zu pushen
SAP hat die Übernahme von Reltio angekündigt. Der Cloud-Spezialist für Datenmanagement soll dabei helfen, die Business Data Cloud und die Fähigkeiten im Bereich der „Agentic AI“ (handelnde KI) zu stärken.
Der Clou dabei: SAP kann damit endlich Daten aus Plattformen wie Salesforce, Oracle und Microsoft synchronisieren und bereinigen.
Bisher hatte SAPs KI-Assistent Joule ein Problem: Wenn Daten eines Kunden oder Lieferanten über verschiedene Systeme verstreut waren, fehlte der KI der nötige Kontext, um darauf zuzugreifen.
Die Übernahme löst eine der größten Baustellen für SAP: In den meisten Unternehmen liegen die Daten in dutzenden verschiedenen Apps.
Die Plattform von Reltio nutzt KI, um diese verstreuten Systeme automatisch zu scannen, zusammengehörige Dateien zu finden und sie zu einem einzigen Stammdatensatz in SAP zusammenzuführen.
Das Ganze ist ein klarer Versuch, die bisher eher verhaltene Nutzung von SAPs Datenplattform anzukurbeln. Wenn SAP beweisen kann, dass ihre KI auch in komplexen Umgebungen mit verschiedenen Anbietern zuverlässig funktioniert, fällt für viele zögerliche Kunden eine riesige Hürde für den Cloud-Umstieg weg.
Panne bei Anthropic: Quellcode von „Claude Code“ geleakt
Das war so nicht geplant: Anthropic hat versehentlich den kompletten Quellcode für sein CLI-Tool Claude Code über das offizielle npm-Verzeichnis veröffentlicht.
Passiert ist der Fehler beim Release der Version 2.1.88. Es wurde eine nicht verschleierte „Source Map“-Datei mit hochgeladen, die über 512.000 Zeilen TypeScript in 1.900 Dateien preisgab.
Anthropic hat das Paket zwar schnell wieder gelöscht, aber da war es schon zu spät: Der Code landete sofort auf GitHub, wo ein Repository innerhalb weniger Stunden über 30.000 Sterne sammelte.
Was wurde alles offengelegt? Unter anderem die Core-Engine für die API-Aufrufe des Sprachmodells, die Logik hinter dem „Thinking Mode“ und interne Filter, mit denen die Stimmung der Nutzer erkannt wird.
Wichtig zu wissen: Der Leak gefährdet weder die KI-Modelle an sich noch Nutzerdaten. Er gibt Konkurrenten und Forschern aber einen extrem tiefen Einblick in die Funktionsweise des Tools.
Entwickler werden zudem gewarnt: Nur weil der Code jetzt auf GitHub kursiert, ist er noch lange nicht Open Source.
Wer die Logik weiterverbreitet oder in eigenen Projekten nutzt, verstößt gegen die Lizenz von Anthropic und riskiert rechtliche Schritte.
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