Odoo News April 2026

24. April 2026

Diese Updates aus dem Odoo & ERP-Universum sollten Sie diesen Monat nicht verpassen. .

News aus dem Odoo HQ

Offizielle Updates und Beiträge direkt aus Odoo’s Zentrale, von Odoo-Mitarbeitern und Odoo-Gründer Fabien Pinckaers.

Claude Code landet in Odoo.sh

Odoo hat Claude Code nun offiziell direkt in Odoo.sh integriert. Mit dieser nativen Integration können Teams maßgeschneiderte Module bauen und diese fast in Echtzeit anpassen. Das Ziel: die üblichen Entwicklungsengpässe beseitigen.

Die Community feiert es bereits als „Gamechanger“ und lobt die bemerkenswert niedrigen Token-Kosten sowie die extrem schnelle Umsetzung von der ersten Anforderungsanalyse bis zum Live-Gang.

Experten warnen jedoch auch: „Geschwindigkeit ohne Kontrolle ist ein Risiko.“ Schnelle KI-Anpassungen könnten leicht zu einem Berg an unüberschaubaren technischen Schulden führen – und letztendlich zu verzweifelten Anrufen bei Odoo-Partnern, um im Nachhinein herauszufinden, was da eigentlich gebaut wurde.

Belgischer König besucht das Odoo-Hauptquartier

Hoher Besuch im Hause Odoo: König Philippe machte kürzlich im Rahmen einer beispiellosen Wirtschaftsmission Halt im Hauptquartier, um die Geschäftsbeziehungen zwischen Wallonien und Flandern zu stärken. In Begleitung von 40 Top-CEOs besichtigte der König das wertvollste Unternehmen Belgiens, das vor Kurzem eine beeindruckende Bewertung von 8,6 Milliarden Euro erreicht hat.

Während des königlichen Besuchs teilte CEO Fabien Pinckaers einige beeindruckende Wachstumszahlen. Odoo hält mittlerweile einen Marktanteil von 20% in Belgien, beschäftigt weltweit 7.500 Mitarbeiter und plant, im nächsten Jahr bis zu 5.000 neue Fachkräfte einzustellen. Er bekräftigte auch Odoos selbstbewusste Haltung gegenüber KI: Er sehe sie nicht als Bedrohung, sondern betonte, dass KI-Modelle, die mit dem Open-Source-Code von Odoo trainiert werden, die eigenen Daten tatsächlich in eine „Goldgrube“ verwandeln.

R&D-Einblicke & Updates aus der Odoo-Führungsebene

Senior Odoo executive Fabrice Henrion hat in den letzten Wochen  auf LinkedIn diverse Einblicke in die Forschungs- und Entwicklungsabteilung (R&D) geteilt und gezeigt, woran das Team hinter den Kulissen gerade arbeitet:

  • KI-Website-Builder: Ein integrierter Assistent, der aus simplen Textanweisungen komplette Webseiten generiert.
  • In-App-Übersetzung: Ein interaktiver Modus, um Texte direkt in der Benutzeroberfläche der App zu übersetzen.
  • WhatsApp im CRM: WhatsApp-Unterhaltungen lassen sich nun direkt aus der CRM-Pipeline heraus verwalten.
  • Dynamische Listen in Tabellen: Eine neue =ODOO.LIST-Funktion, um Live-Datentabellen direkt in Odoo-Tabellenblätter (Odoo Sheet) zu ziehen.
  • Angebotsvorlagen: Spezifische Produktbereiche können gespeichert und wiederverwendet werden, um Angebote noch schneller zu erstellen.
  • Nahtlose Anrufweitergabe: Laufende Telefongespräche können ohne Unterbrechung auf ein anderes Gerät übertragen werden.
  • Mollie-Tokenisierung: Kartendaten für Mandate und wiederkehrende Abonnements können nun sicher hinterlegt werden.
  • Günstigere US-Umsatzsteuer: Ein neues „Avalara Included“-Modell, das die Kosten für die Steuerberechnung für Unternehmen mit geringerem Volumen drastisch senkt.
  • Französische Steuererklärungen: Steuererklärungen können künftig direkt aus der Odoo-Buchhaltung erstellt und versendet werden.
  • Bessere KI-Genauigkeit: Neue „Erklärungs“-Felder bei Backend-Modellen helfen der Odoo-KI, die Systemarchitektur noch besser zu verstehen.

Henrion hatte außerdem eine große Ankündigung im Gepäck: Odoo 19.3 ist ab sofort offiziell auf GitHub und Runbot verfügbar. Das SaaS-Deployment und die vollständigen Release Notes folgen in Kürze.

Odoo hat jetzt die ISO 27001-Zertifizierung

Odoo ist ab sofort offiziell nach ISO/IEC 27001:2022 zertifiziert. Das ist der weltweite Standard für Informationssicherheit. Um dieses Siegel zu bekommen, musste die Odoo-Plattform inklusive aller internen Abläufe eine strenge Prüfung durch externe Experten bestehen.​

Für Odoo-Kunden wird es dadurch viel einfacher, gesetzliche Vorgaben einzuhalten, egal ob es um die NIS2-Richtlinie der EU geht oder um weltweite Pflichten zur E-Rechnung.

Das passt übrigens perfekt zu unserer eigenen ISO 27001-Zertifizierung hier bei much. Consulting. Für Sie heißt das ganz konkret: Ihre Daten sind jetzt auf beiden Seiten nachweislich sicher – sowohl in der Odoo-Software selbst als auch bei uns als Partner, der sie für Sie einrichtet.

Endlich: Direkte Anbindung an Schweizer Banken 

Odoo hat einen echten Meilenstein für den Schweizer Markt erreicht: Die direkte Banken-Synchronisation geht an den Start.

Damit gehört ein extrem lästiges Problem für Schweizer Firmen endlich der Vergangenheit an. Bisher mussten Buchhalter sogenannte CAMT53-Dateien mühsam von Hand importieren, um die Konten abzugleichen. 

Jetzt ziehen sich die Bankumsätze täglich und völlig automatisch in die Odoo-Buchhaltung – und das komplett im Einklang mit internationalen Standards.

Odoo 20 bringt integrierte biometrische Zeiterfassung in den Standard

Odoo 20 macht einen riesigen Sprung bei der Hardware-Integration: Das System synchronisiert sich jetzt von Haus aus mit den biometrischen BioTime-Terminals von ZKTeco. Das bedeutet, dass Fingerabdrücke und Gesichtsscans der Mitarbeiter endlich direkt in der Odoo-Anwesenheits-App landen. Keine manuellen Importe, keine nervige Drittanbieter-Software mehr.

Das neue Modul hr_attendance_zkteco zieht die reinen Stempeldaten über die Schnittstelle (API) aus BioTime und macht daraus saubere Anwesenheitslisten. Es bietet unter anderem:

  • Smart-Matching-Logik (mit 2-Tage-Rückblick), die doppelte Stempelungen herausfiltert und Einträge automatisch passend zusammenführt.
  • Praktische Warnmeldungen für die HR-Abteilung, um die Zeiten schnell zu checken und die Gehaltsabrechnung fehlerfrei zu halten.
  • Automatische Datenbereinigung alle 30 Tage – extrem wichtig für den Datenschutz.
  • Eine eingebaute Terminalverwaltung (über das neue Modell zkteco.terminal), um alle angeschlossenen Geräte zentral im Blick zu behalten.
  • Volle Nachvollziehbarkeit der Rohdaten: Das Modell zkteco.transactions speichert die ungefilterten Daten für eventuelle Prüfungen (Audits).
  • Eine direkte Netzwerkverbindung zwischen der BioTime-API und Odoo, sodass man keine zusätzliche Hardware als Brücke mehr braucht.

Mit der kommenden Version 20 macht Odoo physische Hardware endgültig zu einem natürlichen Teil seines eigenen Ökosystems.​

Odoo erhält LNE-Zertifizierung für POS-Waagen​

Odoo ist jetzt offiziell LNE-zertifiziert. Die Point-of-Sale-App (Kassen-App) unterstützt damit ab sofort integrierte Waagen.

Diese Zertifizierung wird vom National Physical and Evaluation Laboratory ausgestellt. Sie ist eine gesetzliche Vorgabe für den Handel, und belegt, dass die Software gewichtsbasierte Transaktionen exakt und sicher verarbeitet. Das schützt Verbraucher effektiv vor Betrug.


Die Zertifizierung gilt für die Versionen 18.0 und 19.0 in der gesamten EU. Sie erfüllt insbesondere die strengen Richtlinien in Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Um die Sicherheit zu gewährleisten, wird das Modul manuell installiert. Es nutzt eine Prüfsumme (eine digitale Sicherheitssignatur), um jegliche Manipulationen am Code zu verhindern.


Aktuell lässt sich das System über eine IoT-Verbindung mit Waagen von Mettler Toledo (Protokoll 8217) integrieren. Odoo empfiehlt dringend die Nutzung einer physischen IoT-Box anstelle einer virtuellen Lösung. Nur so ist garantiert, dass alle notwendigen Treiber und Schnittstellen vorhanden sind.

Odoo hat erst kürzlich eine eigene POS-Blackbox auf den Markt gebracht und neue IoT-Partnerschaften geschlossen.Man kann daher davon ausgehen, dass sich dieser Fokus auf Hardware mit Odoo 20 noch weiter verstärken wird.

Odoo integriert Google Reserve für Tischreservierungen

Odoo hat eine offizielle Integration mit Google Reserve veröffentlicht. 

Damit können Restaurants, die Odoo nutzen, Reservierungen direkt über die Google-Suche und Google Maps anbieten.

Es sind dafür keine Schnittstellen von Drittanbietern mehr nötig. Laut Nutzern im Netz bietet dieses Update eine echte Alternative zu bestehenden Buchungsplattformen. Diese sind für viele Restaurantbesitzer mittlerweile schlichtweg zu teuer geworden.

Die Community berichtet bereits von ersten erfolgreichen Live-Tests. Auch das Produktteam von Odoo bestätigt eine hohe frühe Akzeptanz und verzeichnet schon aktive Nutzer in Frankreich.

Deloitte Österreich steigt in den Odoo-Markt ein

Eine spannende Entwicklung für die DACH-Region: Deloitte Österreich ist offiziell als Partner in den Odoo-Markt eingestiegen.

Eine völlig neue Strategie ist das allerdings nicht.

Deloitte Belgien ist bereits 2024 Partner geworden. Der österreichische Ableger folgt damit einem Weg, den andere große Player bereits geebnet haben.

Die großen "Big Four"-Beratungsunternehmen fassen in diesem Bereich ohnehin schon länger Fuß. KPMG ist dem Ökosystem bereits 2022 beigetreten, PwC folgte im Jahr 2025. 

Die wichtigste Erkenntnis daraus ist jedoch, was dieser Trend über das Wachstum von Odoo aussagt. Dass riesige globale Beratungsfirmen die Plattform zunehmend für sich entdecken, zeigt eines ganz deutlich: Odoo ist seinen Wurzeln als reine Software für Kleinunternehmen entwachsen. 

Es beweist, dass sich Odoo zu einem etablierten, vollwertigen Enterprise-System entwickelt hat, das die großen Firmen unbedingt in ihrem Portfolio haben wollen.​

Odoo teilt Einblicke in die Marktentwicklung

Im Rahmen des Odoo Partner Day gab das Unternehmen spannende Einblicke in seine Sicht auf die wichtigsten Trends:

Globales Wachstum explodiert in Indien, MENA und Amerika

Obwohl Europa weiterhin ein Kernfokus bleibt, verzeichnete Odoo im vergangenen Jahr massive Zuwächse beim jährlich wiederkehrenden Umsatz (ARR) in den Schwellenmärkten. Indien führt die globale Expansion mit einem Plus von 72% im Vergleich zum Vorjahr an. Es folgen die MENA-Region (Nahost und Nordafrika) mit 56%, Mittel- und Südamerika mit 52% * sowie Nordamerika mit 44%.

Cloud-Hosting dominiert bei Neukunden – Upgrade-Stau bleibt ein Thema

Die Daten zeigen einen klaren Trend zur Cloud: 47,9% der Kunden nutzen Odoo Online und 32% verwenden Odoo.sh. Damit setzen insgesamt 79,9% der Nutzerbasis auf Cloud-Hosting, während nur noch 20% auf lokalen Servern (On-Premise) arbeiten. Besonders deutlich wird dies bei neuen indirekten Kunden, von denen sich 48% direkt für Odoo Online entscheiden. 

14% der Kunden nutzen Versionen, die offiziell nicht mehr unterstützt werden. Dies deutet auf eine gespaltene Nutzerschaft hin: Während die Mehrheit nach Innovation strebt, hält ein kleiner Teil noch an veralteten Systemen fest.

Odoo trotzt der „SaaSpocalypse“ mit interner KI-Strategie

Odoo wehrt sich gegen die Hypothese, dass KI SaaS töten wird. Obwohl sie den Wandel hin zu agentenbasierter KI anerkannten (sogar in ihrer eigenen Produktentwicklung), betonen sie, dass die traditionelle SaaS-Architektur unverzichtbar bleibt.

Odoos KI-Strategie konzentriert sich darauf, das Beste aus beiden Welten zu kombinieren, indem sie das Beste aus ihrem Open-Source-Modell macht. Da LLMs bereits stark auf Odoos Codebasis trainiert sind, müssen sie nicht bei Null anfangen und können stattdessen auf diesen bestehenden KI-Fähigkeiten aufbauen.

Sie teilten auch ihre eigene Anwendung von KI mit und wie diese in zwei Hauptbereiche unterteilt ist:

  • Interne Prozesse: Odoo nutzt KI intern für Aufgaben wie Übersetzungen, System-Upgrades und die Unterstützung von Senior-Entwicklern bei F&E.
  • Produktfunktionen: Innerhalb des Systems selbst integriert und nutzt Odoo KI in spezifischen KI-Modulen, proaktiven KI-Agenten und dem Website-Builder.

Erster Ausblick auf die Odoo Experience 2026 

Odoo gab zudem eine erste Vorschau auf das Großevent in Belgien und präsentierte den neu gestalteten Lageplan der Brussels Expo:

  • Halle 11: Hauptbühne und Keynotes.
  • Halle 10: Vollständig dem Odoo Village gewidmet (früher der Haupteingang der OXP, inklusive Partner-Ständen und Konferenzräumen).
  • Hallen 6 & 7: Weitere Partner-Stände und Konferenzräume.

Alle News vom Odoo Partner Day 2026

Hier sind die wichtigsten Highlights:​

Starke Zahlen für 2025 

Odoo gibt Gas: 2025 wurde ein fakturierter Gesamtumsatz von 619 Mio. € erreicht, beim jährlich wiederkehrenden Umsatz (ARR) knackte man die 480 Mio. €. Seit zehn Jahren wächst Odoo konstant um etwa 57 % jährlich und beschäftigt mittlerweile weltweit 6.800 Leute.

Odoo holt Claude AI an Bord 

Bestätigt: Odoo arbeitet gerade daran, das KI-Modell Claude direkt in Odoo.sh zu integrieren.

Was macht die erfolgreichsten Partner aus? 

Odoo hat Daten analysiert, um das Erfolgsrezept seiner Top-Partner zu finden. Das Ergebnis: Die am schnellsten wachsenden Partner setzen auf schnelle Go-Live-Phasen, um sofort Ergebnisse zu liefern. Außerdem punkten sie durch tiefes Branchenwissen, scheuen sich nicht davor, ihre Kunden auch mal kritisch zu hinterfragen, und arbeiten extrem eng mit dem Odoo-Team zusammen.

Wachstums-Check: So läuft es in Europa

Die Zahlen für das erste Quartal 2026 sind da und zeigen ein gemischtes Bild: 

  • Die Überflieger: Belgien ist mit +70 % Spitzenreiter, gefolgt vom Baltikum (68 %) und der Region Deutschland/Österreich (66 %).
  • Solides Wachstum: Die Niederlande (49 %), Nordics (48 %), Luxemburg (41 %), Schweiz (39 %), Zentral- & Osteuropa (37 %), Spanien (36 %), Frankreich (29 %) und Italien (25 %) legen ordentlich zu.
  • Baustellen: UK und Irland schwächeln mit nur 7 %, während Südeuropa sogar ein Minus von 11 % hinnehmen musste.

Lohnabrechnung in Belgien: Deal mit Partena Professional

Odoo mischt den belgischen HR-Markt auf: Durch eine tiefe Integration von Partena Professional können bald auch Großkunden mit Hunderttausenden von Abrechnungen direkt in Odoo arbeiten. Startschuss ist der 1. Januar 2027. 

Neues Büro in Lyon ab Juni 2026

 Odoo Frankreich wächst und eröffnet am 1. Juni einen Standort in Lyon. Hintergrund sind die hohen Erwartungen im Markt und die neue E-Rechnungs-Pflicht ab September 2026. Dafür sollen bis Jahresende 80 neue Leute eingestellt werden.

US-Preiserhöhung: Viel Lärm um nichts?

Obwohl die 30-prozentige Preiserhöhung für den „Custom Plan“ in den USA anfangs für Wirbel sorgte, sind die Abschlussraten stabil geblieben. Odoo sieht sich durch die Strategie bestätigt: Man stehe im Mittelstand jetzt besser da und biete im Vergleich immer noch das beste Preis-Leistungs-Verhältnis der Region.

Community-Tratsch

Die heißen Themen, über die Odoo-Nutzer diesen Monat sprechen. 

Die versteckten Kosten von Odoo App Store Modulen

Im Odoo App Store wirken  Drittanbieter-Module auf den ersten Blick oft wie ein Schnäppchen. Die dicke Rechnung kommt aber meistens dann, wenn Entwickler später unsicheren Code, fehlerhafte Regeln oder ungetestete Funktionen aufwendig reparieren müssen. ​


Um solchen Katastrophen vorzubeugen, lassen einige Nutzer diese Module mittlerweile innerhalb von Minuten von einer KI durchchecken, bevor sie sie überhaupt installieren. Viele erfahrene Odoo-Nutzer raten jedoch generell vom App Store ab, weil sie ihn für "grundsätzlich unsicher" halten. Sie empfehlen stattdessen die Module der Odoo Community Association (OCA). Dort gibt es nämlich strenge Qualitätskontrollen durch andere Entwickler und sehr hohe Teststandards.​

Odoo dominiert beim KI-Training – aber zu welchem Preis?

Odoo-Chef Fabien Pinckaers hat auf LinkedIn einen interessanten Fakt geteilt: Stolze 2 % des gesamten Open-Source-Codes in Python stammen von Odoo.  

Er sieht darin einen "unfairen Vorteil" im Rennen um die KI-gestützte ERP-Welt, da die großen Sprachmodelle (LLMs) bereits bestens mit Odoo-Daten trainiert sind.

Viele Nutzer stimmen zu: Diese starke Präsenz in den Trainingsdaten verschafft Odoo einen echten Vorsprung, weil die KI die Architektur und Logik dahinter schon versteht. 

Ein User berichtete sogar, dass sich seine Connector-Integration fast wie von selbst geschrieben hat, weil die KI die Strukturen von Odoo bereits in- und auswendig kannte. 

Masse ist nicht gleich Klasse
​Es gibt jedoch auch Skepsis, was die Qualität der Trainingsdaten angeht. Gegenstimmen gaben zu bedenken, dass viel Code nicht automatisch guten Code bedeutet.

Da KI-Modelle auch auf Basis von veraltetem Code schlechte Tipps geben können, müssen Entwickler die Ergebnisse weiterhin kritisch überwachen.

Ein Risiko für das Geschäftsmodell?
Ein Nutzer merkte an, dass die zunehmende KI-Entwicklung Odoo's Geschäftsmodell "fragmentieren" könnte: Wenn Entwickler dank KI ihre eigenen Speziallösungen auf Odoo-Basis bauen, melden sie sich nur noch dann bei Odoo, wenn es gar nicht mehr anders geht.​ 

Die Gefahr: Unternehmen könnten versuchen, die kostenpflichtige Enterprise-Version komplett zu umgehen. Das würde die Philosophie des integrierten ERP-Systems, auf der Odoo basiert, untergraben – und das letztlich immer auf Kosten der Systemsicherheit.

Neues aus der ERP-Welt 

Schlagzeilen aus der ERP-Welt, die Sie nicht verpassen sollten.

SAP aktualisiert API-Richtlinie und schränkt externe KI-Agenten ein

SAP hat stillschweigend eine neue API-Richtlinie eingeführt, die streng reglementiert, wie externe Künstliche Intelligenz mit den eigenen Systemen interagiert. Laut der aktualisierten Dokumentation verbietet SAP nun generativen oder autonomen KI-Agenten die Ausführung von API-Abfrageketten oder das großflächige Extrahieren von Daten, es sei denn, diese laufen über "von SAP empfohlene Architekturen", wie etwa die Business Technology Platform (BTP).

SAP begründet den Schritt offiziell mit Systemstabilität und Datenschutz – und argumentiert, dass die alte Infrastruktur nicht dafür ausgelegt sei, von Tausenden KI-Agenten gleichzeitig bombardiert zu werden. Faktisch zwingt die Richtlinie Unternehmen jedoch dazu, für jede fortschrittliche KI-Integration auf die proprietäre SAP-Infrastruktur zurückzugreifen.

Das bereitet vor allem dem Großteil der SAP-Bestandskunden Kopfzerbrechen. Da SAPs eigener KI-Assistent, Joule, weitgehend auf S/4HANA Cloud-Kunden beschränkt ist, wird Nutzern von älteren ECC- und On-Premise-Systemen der einfache Anschluss externer KI-Tools nun verbaut. Viele Experten sehen in diesem Vorgehen eine weitere Druckkulisse von SAP, um teure und komplexe Migrationen auf ihre neueste Cloud-Software zu erzwingen.​

Google blockiert SAPs Cloud-Auftrag mit dem Bund

Das Großprojekt der Bundesregierung für eine eigene „souveräne Cloud“ steckt fest. Den 250-Millionen-Euro-Auftrag hatten sich eigentlich SAP und die Deutsche Telekom gesichert. Doch jetzt steht alles still, weil ein Konsortium um Google rechtlich dagegen vorgeht.

Google war bei der Auftragsvergabe wohl wegen Formfehlern ausgeschlossen worden. Der jetzige Einspruch könnte den Start der Cloud nun um Monate oder gar Jahre nach hinten werfen. 

Das ist ein herber Dämpfer für die digitalen Pläne des Bundes – schließlich hängen an dem Projekt auch das dringend nötige Update für die veraltete Behörden-IT und die geplante Bürger-App.

Globale IT-Ausgaben 2026 voraussichtlich bei 6,31 Billionen Dollar

Die weltweiten IT-Ausgaben steuern geradewegs auf 6,31 Billionen US-Dollar im Jahr 2026 zu. Gartner hat seine Marktprognosen kürzlich nach oben geschraubt und rechnet jetzt mit einem jährlichen Wachstum von 13,5%, fast ausschließlich angetrieben durch den anhaltenden KI-Boom.

Der Löwenanteil des neuen Geldes fließt in Rechenzentren. 
Unternehmen bauen in Windeseile die nötige Technik auf, um komplexe KI-Modelle betreiben zu können. Das steigert das Wachstum in diesem Bereich auf satte 55,8% (oder knapp 788 Milliarden US-Dollar). Software und klassische IT-Dienstleistungen wachsen zwar auch stetig weiter, aber physische Hardware verschlingt gerade den absoluten Großteil der Budgets.

Die enorme Nachfrage nach leistungsstarken Servern sorgt zudem für Engpässe in der weiteren Lieferkette.
Weil Speicherchips und Arbeitsspeicher teurer werden, steigen auch die Preise für alltägliche Elektronik wie PCs und Smartphones. Das führt dazu, dass viele Verbraucher mit Neuanschaffungen abwarten, was den Markt für Unterhaltungselektronik spürbar ausbremst.

2025 Ausgaben

2025 Wachstum (%)

2026 Ausgaben

2026 Wachstum (%)

Rechenzentren505.63451,6787.99055,8
Geräte791.6639,7856.1898,2
Software1.254.44912,81.443.62115,1
IT-Dienstleistungen1.715.6506,21.870.1979
Kommunikation1.296.4093,31.358.5534,8
IT Gesamt5.563.80510,56.316.55013,5

Quelle: Gartner (April 2026)

Amazons neuer 25-Milliarden-Deal mit Anthropic

Nur zwei Monate nach der riesigen 50-Milliarden-Dollar-Investition in OpenAI legt Amazon direkt nach. Der Tech-Riese baut seine Partnerschaft mit Anthropic massiv aus: Es fließen bis zu 25 Milliarden US-Dollar an neuen Geldern, gekoppelt an einen gewaltigen Cloud-Vertrag im Wert von 100 Milliarden US-Dollar über die nächsten zehn Jahre.

Teil des Deals ist, dass Anthropic seine KI-Modelle im nächsten Jahrzehnt auf Amazons hauseigenen Trainium-Chips laufen lässt. Das sichert Anthropic die nötige Server-Power, um den massiven Nutzeransturm zu bewältigen. Amazon kann im Gegenzug beweisen, dass die eigenen Chips eine ernstzunehmende Konkurrenz für das KI-Training sind.

Auch für Software-Entwickler wird es leichter: Die KI-Plattform Claude wird jetzt direkt in die Amazon Web Services (AWS) eingebaut. Firmen können also einfach über ihr bestehendes AWS-Konto auf Claude zugreifen, ohne sich mit neuen Accounts, separaten Abrechnungen oder extra Logins herumschlagen zu müssen.

Unterm Strich sichert sich Amazon mit diesen langfristigen Hardware- und Cloud-Verträgen mit OpenAI und Anthropic ab: Die mächtigsten KI-Systeme der Welt werden in Zukunft auf Amazon-Servern laufen.

OpenAI liefert GPT-5.4-Cyber als Antwort auf Anthropics Mythos

OpenAI hat GPT-5.4-Cyber auf den Markt gebracht. Das neue Modell wurde speziell für die defensive Cybersicherheit entwickelt.​

Im Gegensatz zu Standardmodellen ist diese Version „cyber-permissive“. Sie lockert die üblichen Sicherheitsblockaden der KI, um legitime Sicherheitsforschung zu ermöglichen.

Außerdem führt das Modell fortschrittliche Funktionen wie binäres Reverse Engineering ein. Experten können damit Software auf Malware und Schwachstellen analysieren, ohne den Quellcode zu benötigen.

Auf der normalen ChatGPT-Oberfläche wird GPT-5.4-Cyber nicht zu finden sein. Der Zugang wird streng kontrolliert, um Missbrauch zu verhindern.

Stattdessen stellt OpenAI das Modell nur einer sorgfältig geprüften Gruppe von Sicherheitsanbietern und Forschern zur Verfügung. Die Ausgabe erfolgt über das erweiterte „Trusted Access for Cyber“ (TAC) Programm.

Diese Veröffentlichung gilt als direkte Antwort auf Anthropics Modell „Claude Mythos“, das erst eine Woche zuvor vorgestellt wurde.

Während das Modell von Anthropic bereits jahrzehntealte Softwarefehler findet, möchte OpenAI seine eigenen Werkzeuge schnell für verifizierte Verteidiger breit zugänglich machen. Das Unternehmen ist überzeugt: Verteidiger brauchen KI, um mit KI-gesteuerten Angreifern Schritt halten zu können.

OpenAI betonte zudem, dass diese Veröffentlichung nur ein Vorläufer ist. Noch leistungsfähigere Sicherheitsmodelle werden im Laufe des Jahres erwartet, um den Schutz kritischer digitaler Infrastrukturen weiter auszubauen.

KI-Agenten von Anthropic, Google und Microsoft über GitHub gekapert

Sicherheitsforscher haben erfolgreich KI-Agenten von Anthropic, Google und Microsoft gekapert.


Als Test-Angreifer nutzten sie eine neue „Comment and Control“-Methode auf GitHub, um sensible API-Schlüssel zu stehlen.


Ein präparierter Titel in einem Pull Request oder Issue reichte für den Angriff bereits aus. Die Forscher versteckten die bösartigen Befehle teilweise sogar unsichtbar im HTML-Code.


Die Tech-Giganten zahlten dafür zwar Fehlerprämien, gaben aber keine öffentlichen Sicherheitswarnungen (CVEs) heraus. Experten befürchten nun, dass viele Nutzer älterer Versionen ahnungslos angreifbar bleiben. 

Um die Gefahr zu minimieren, raten die Forscher dazu, KI-Agenten wie „Mitarbeiter mit Superkräften“ zu behandeln. Das heißt: Strenge Rechtevergabe. KI-Agenten sollten nur auf die Daten und Werkzeuge zugreifen dürfen, die für ihre aktuelle Aufgabe absolut nötig sind.


Der Vorfall deckt eine kritische Lücke auf: Diese neue Angriffsmethode funktioniert völlig automatisiert im Hintergrund, ohne dass das Opfer aktiv etwas anklicken muss.

Microsoft stellt Outlook Lite ein 

Microsoft schickt Outlook Lite für Android am 25. Mai 2026 endgültig in den Ruhestand.

Die App lässt sich nach diesem Stichtag zwar noch öffnen, verliert aber alle Funktionen. Der Zugriff auf E-Mails, Kalender und die Navigation wird komplett abgeschaltet.

Das Aus ist Teil einer neuen Strategie: Microsoft möchte alle Nutzer in der normalen „Outlook Mobile“-App bündeln. Laut Microsoft läuft diese mittlerweile ebenfalls auf schwächeren Geräten sicher und flüssig.

Neue Downloads der Lite-Version sind bereits seit Ende 2025 blockiert. Im Mai folgt nun die endgültige Abschaltung für die über 10 Millionen verbleibenden Nutzer.

Microsoft versichert jedoch, dass beim Wechsel keine Daten verloren gehen. Alle E-Mails und Anhänge warten bereits in der vollwertigen Outlook-App, sobald sich Nutzer dort mit ihren Daten anmelden.

Anthropic startet Initiative gegen hausgemachte KI-Risiken

Mit dem „Project Glasswing“ hat Anthropic eine neue Allianz für KI-Sicherheit ins Leben gerufen und holt dafür Schwergewichte wie Amazon, Microsoft und Apple ins Boot. Die Initiative folgt unmittelbar auf die Vorstellung von „Mythos“ – einem neuen, ebenso leistungsstarken wie umstrittenen Allzweckmodell.

Dahinter steckt Kalkül: Anthropic befürchtet, dass das eigene Modell die Schlagkraft von Cyberangriffen massiv beschleunigen könnte.

Glasswing soll nun als präventive Verteidigungslinie fungieren. Im Rahmen des Projekts erhalten die Partner exklusiven Zugriff auf die Preview von Mythos, um gezielte Abwehrmechanismen zu entwickeln. 

Die Testergebnisse sind alarmierend: Mythos identifiziert und nutzt Sicherheitslücken auf einem Niveau aus, das selbst erfahrene Experten in den Schatten stellt. 

In Simulationen spürte die KI bereits tausende kritische Schwachstellen in Betriebssystemen und Browsern auf. Besonders beeindruckend – und besorgniserregend – war die Fähigkeit des Modells, mehrere geringfügige Diskrepanzen eigenständig so zu kombinieren, dass es aus gesicherten Systemen ausbrechen konnte.

Um eine missbräuchliche Nutzung dieser „digitalen Waffe“ zu verhindern, hält Anthropic das Modell vorerst unter Verschluss. ​ 

Statt einer breiten Veröffentlichung setzt das Unternehmen auf die Stärkung der Verteidiger: 100 Millionen Dollar in Form von Nutzungsguthaben sowie 4 Millionen Dollar an Spenden sollen dabei helfen, die globale Software-Infrastruktur abzusichern.

Neue Massenentlassungen in der Tech-Industrie als Anzahlung für die KI-Zukunft

Die Entlassungswelle im Silicon Valley reißt nicht ab. Während die Branche hunderte Milliarden in Künstliche Intelligenz pumpt, müssen zehntausende Mitarbeiter gehen. 

Microsoft, Amazon und Meta haben bereits massiv Personal abgebaut, um die nötigen Kapazitäten für ihre KI-Offensiven freizumachen – allein im vergangenen Jahr fielen der Branche mehr als 165.000 Jobs zum Opfer.

Jüngstes Beispiel ist Oracle: Der Konzern strich letzte Woche 30.000 Stellen – fast ein Fünftel der Belegschaft. Das Ziel ist klar: Die Finanzierung eines gigantischen 156-Milliarden-Dollar-Investitionsplans. Oracle reagiert damit auf einen enormen Auftragsstau bei KI-Verträgen im Wert von über 550 Milliarden Dollar, darunter ein prestigeträchtiger 30-Milliarden-Deal mit OpenAI.

Doch hinter der offiziellen Story von „KI-gestützter Produktivität“ wittern Experten eine andere Strategie: „AI-Washing“. Der Vorwurf lautet, dass die Technologie oft nur als Vorwand dient, um Kosten zu drücken, veraltete Geschäftsmodelle zu sanieren oder die personelle Überbesetzung aus den Pandemie-Jahren zu korrigieren.

An der Börse wird dieser Kurs mit Skepsis beobachtet. Zwar schoss die Oracle-Aktie nach der Ankündigung kurzzeitig um 7,5 % nach oben, doch die Gewinne verpufften schnell, als die Sorgen über die langfristigen Risiken wuchsen.

Die Tech-Industrie scheint ihr wertvollstes Kapital – die menschliche Expertise – für eine „KI-Wette“ zu opfern. Sollten die Tools jedoch noch nicht so weit sein, wie die Marketingabteilungen versprechen, könnte dieser Tausch das Kerngeschäft der Konzerne dauerhaft schwächen.​

Vom Dokument zum Produkt: Atlassian rollt neue KI-Agenten aus

Atlassian schlägt ein neues Kapitel auf: Der Software-Riese hinter Jira und Confluence will statische Dokumente in lebendige Projekte verwandeln. Neue KI-Funktionen sollen künftig dabei helfen, aus bloßen Rohdaten direkt Prototypen und Präsentationen zu generieren.

Zentrales Element dieser Strategie ist das Visualisierungs-Tool Remix, das nun in die offene Beta startet. Remix analysiert Informationen in Confluence und wandelt sie automatisch in passende Grafiken oder Diagramme um – ein nahtloser Workflow, der den Nutzer in der gewohnten Arbeitsumgebung hält.

Zusätzlich hat das Unternehmen drei neue KI-Agenten vorgestellt, die als Bindeglied zu spezialisierten Drittanbietern fungieren. Damit können Teams direkt aus ihren bestehenden Dokumenten heraus auf externe Plattformen zugreifen:

  • Lovable: Erweckt Produktideen zum Leben, indem es Daten in funktionale Prototypen verwandelt
  • Replit: Übersetzt technische Dokumentationen direkt in erste lauffähige Apps
  • Gamma: Übernimmt das Storytelling und erstellt automatisiert Präsentationsdecks

Atlassian folgt damit dem Trend der „Embedded AI“: Statt auf isolierte Plattformen zu setzen, wird die Intelligenz direkt in die alltäglichen Arbeitswerkzeuge eingebettet. Nach der Integration von KI in Jira im Februar geht das Unternehmen nun den nächsten Schritt.​

Das Ziel ist klar: Die Barrieren zwischen Dokumentation und Umsetzung sollen fallen, damit Teams schneller vom Konzept zum fertigen Produkt gelangen.

SAP kauft Daten-Spezialist Reltio, um „Agentic AI“ zu pushen 

SAP hat die Übernahme von Reltio angekündigt. Der Cloud-Spezialist für Datenmanagement soll dabei helfen, die Business Data Cloud und die Fähigkeiten im Bereich der „Agentic AI“ (handelnde KI) zu stärken.

Der Clou dabei: SAP kann damit endlich Daten aus Plattformen wie Salesforce, Oracle und Microsoft synchronisieren und bereinigen. 

Bisher hatte SAPs KI-Assistent Joule ein Problem: Wenn Daten eines Kunden oder Lieferanten über verschiedene Systeme verstreut waren, fehlte der KI der nötige Kontext, um darauf zuzugreifen. 

Die Übernahme löst eine der größten Baustellen für SAP: In den meisten Unternehmen liegen die Daten in dutzenden verschiedenen Apps. 

Die Plattform von Reltio nutzt KI, um diese verstreuten Systeme automatisch zu scannen, zusammengehörige Dateien zu finden und sie zu einem einzigen Stammdatensatz in SAP zusammenzuführen.

Das Ganze ist ein klarer Versuch, die bisher eher verhaltene Nutzung von SAPs Datenplattform anzukurbeln. Wenn SAP beweisen kann, dass ihre KI auch in komplexen Umgebungen mit verschiedenen Anbietern zuverlässig funktioniert, fällt für viele zögerliche Kunden eine riesige Hürde für den Cloud-Umstieg weg.

Panne bei Anthropic: Quellcode von „Claude Code“ geleakt

Das war so nicht geplant: Anthropic hat versehentlich den kompletten Quellcode für sein CLI-Tool Claude Code über das offizielle npm-Verzeichnis veröffentlicht.

Passiert ist der Fehler beim Release der Version 2.1.88. Es wurde eine nicht verschleierte „Source Map“-Datei mit hochgeladen, die über 512.000 Zeilen TypeScript in 1.900 Dateien preisgab. 

Anthropic hat das Paket zwar schnell wieder gelöscht, aber da war es schon zu spät: Der Code landete sofort auf GitHub, wo ein Repository innerhalb weniger Stunden über 30.000 Sterne sammelte.

Was wurde alles offengelegt? Unter anderem die Core-Engine für die API-Aufrufe des Sprachmodells, die Logik hinter dem „Thinking Mode“ und interne Filter, mit denen die Stimmung der Nutzer erkannt wird. 

Wichtig zu wissen: Der Leak gefährdet weder die KI-Modelle an sich noch Nutzerdaten. Er gibt Konkurrenten und Forschern aber einen extrem tiefen Einblick in die Funktionsweise des Tools.

Entwickler werden zudem gewarnt: Nur weil der Code jetzt auf GitHub kursiert, ist er noch lange nicht Open Source. 

Wer die Logik weiterverbreitet oder in eigenen Projekten nutzt, verstößt gegen die Lizenz von Anthropic und riskiert rechtliche Schritte.

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