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Odoo News Juli 2026

3. Juli 2026

Diese Updates aus dem Odoo & ERP-Universum sollten Sie diesen Monat nicht verpassen.

News aus dem Odoo HQ

Offizielle Updates und Beiträge direkt aus Odoo’s Zentrale, von Odoo-Mitarbeitern und Odoo-Gründer Fabien Pinckaers.

Odoo 20 führt einen nativen MCP-Server ein

In der kommenden Version wird KI in Odoo noch handlungsfähiger. Das R&D-Team hat angekündigt, dass Nutzer der Enterprise-Edition Zugriff auf einen nativen MCP-Server bekommen.

Dieser verbindet KI-Assistenten direkt mit einem /mcp-Endpunkt, sodass kein externes Python-Gateway mehr nötig ist. Durch diese Out-of-the-box-Lösung wird Odoo selbst zum MCP-Server – ganz ohne zusätzliche Schnittstellen oder Umwege.

Das Feedback der Nutzer war positiv: Viele meinten, sie hätten „schon sehnsüchtig darauf gewartet“ und nannten es „ein geniales Feature, das die Konkurrenz mal wieder ins Schwitzen bringen dürfte“.

Grundsätzlich ist das eine richtig smarte Methode, um einem Assistenten Lesezugriff zu gewähren. Allerdings gibt es beim nativen MCP-Server momentan noch einige Einschränkungen.

Wir haben uns das Ganze im Detail angesehen: spannende Features, Sicherheitsaspekte und wo es im Moment noch hakt.

Hier geht's zur Übersicht

Meilenstein: Odoo erreicht 2 Millionen zahlende Nutzer

Laut Odoo-Mitarbeiter Ray Carnes wurde diese Marke sogar früher als gedacht geknackt. 

Stand heute zählt Odoo 2.113.916 zahlende Nutzer. Davon werden 1.422.084 (67 % der Nutzer) vom Odoo-Partnernetzwerk betreut. Das beim Odoo Partner Day vorgestellte Wachstum zeigt: Das Tempo wird sich in Zukunft wohl noch weiter beschleunigen.


Community-Tratsch

Die heißen Themen, über die Odoo-Nutzer diesen Monat sprechen. 

Ein Odoo.sh-Commit verursacht JS-Fehler

Aktuell macht ein LinkedIn-Post in der Community die Runde, der auf ein neues Problem bei Odoo.sh-Instanzen hinweist.

Demnach löst ein kürzlich von Odoo veröffentlichter Commit bei manchen Anwendern einen SecurityError aus. 

Das passiert offenbar vor allem dann, wenn man Drittanbieter-Module mit eingebetteten iFrames (wie Ringover) nutzt oder in v19 der Knowledge-App auf das Drei-Punkte-Menü klickt:

SecurityError: Failed to read a named property 'addEventListener' from 'Window': Blocked a frame with origin

Der empfohlene Workaround ist, bei Odoo.sh auf den Commit der Vorwoche zurückzugehen. Auf GitHub gibt es bereits einen Pull-Request, über den Odoo offenbar an einem Fix arbeitet.

Den Reaktionen zufolge ist das Problem bereits bei einigen Kunden-Instanzen aufgetreten, auch wenn das genaue Ausmaß noch unklar ist. Wer iFrame-basierte Integrationen auf Odoo.sh nutzt, sollte die Sache auf jeden Fall im Auge behalten.

Neues aus der ERP-Welt 

Schlagzeilen aus der ERP-Welt, die Sie nicht verpassen sollten.

SAP tritt auf die Kostenbremse, um KI-Offensive zu finanzieren

SAP kürzt Team-Budgets, um mehr Geld in den Bereich Künstliche Intelligenz stecken zu können. 

Der Kon kündigte strengere Regeln für Neueinstellungen und Geschäftsreisen an. Zuvor hatte Bloomberg sogar berichtet, dass ein kompletter Einstellungsstopp im Raum stand.

Das Ganze ist Teil eines groß angelegten Umstrukturierungsprogramms, das SAP vor 18 Monaten gestartet hat, um sich für die KI-Ära zu rüsten – für CEO Christian Klein die zentrale strategische Wette.

Dabei stehen Tausende Stellen auf dem Prüfstand: Jobs in langsamer wachsenden Bereichen werden gestrichen, während Teams in Zukunftsfeldern ausgebaut werden. 

SAP ist mit diesem Druck allerdings nicht allein. Softwareanbieter spüren generell die Sorge der Investoren, dass KI-Modelle es Unternehmen bald ermöglichen könnten, ihre Business-Tools günstig selbst zu bauen und die etablierten Anbieter einfach zu umgehen.

Klein hält konsequent dagegen: „Wir verlieren wegen KI keine Aufträge. Wir gewinnen Aufträge dank KI.“

Ob das so bleibt, wenn die Fähigkeiten der KI weiter rasant wachsen, ist die eigentliche Frage – und SAP setzt seine gesamte Kostenstruktur auf diese Antwort.

Portugal startet erste Open-Source-KI für Souveränität in der EU

Mit der Vorstellung von „Amalia“, seinem ersten Open-Source-LLM (Large Language Model), reiht sich Portugal in die wachsende europäische Bewegung für mehr KI-Souveränität ein.

Das Modell wurde von einem Zusammenschluss portugiesischer Universitäten und Forschungseinrichtungen entwickelt und mit 5,5 Millionen Euro aus dem EU-Wiederaufbaufonds finanziert.

Es ist so konzipiert, dass Behörden, Unternehmen und Forscher darauf aufbauend eigene, maßgeschneiderte KI-Anwendungen entwickeln können. Das Modell, die Trainingsdaten und der Code stehen komplett unter einer Open-Source-Lizenz zur Verfügung.

Zu den ersten geplanten Anwendungen zählen ein virtueller Museums-Guide, Entscheidungshilfen für die Marine, ein KI-Lehrassistent und ein digitaler Helfer für Bürgerämter.

Dieser Schritt folgt auf ähnliche Initiativen in Frankreich (Mistral) und Deutschland (Aleph Alpha) und passt zum kürzlichen Wechsel des EU-Parlaments von Google zu Qwant.The move follows similar efforts in France with Mistral and in Germany with Aleph Alpha, and echoes the European Parliament's recent switch to Qwant over Google. 

Die Botschaft der europäischen Regierungen wird immer eindeutiger: Um strategisch unabhängig zu bleiben, muss die EU den KI-Stack besitzen – und nicht nur mieten.

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