Zum Inhalt springen

Odoo News Juli 2026

31. Juli 2026

Diese Updates aus dem Odoo & ERP-Universum sollten Sie diesen Monat nicht verpassen. 

News aus dem Odoo HQ

Offizielle Updates und Beiträge direkt aus Odoo’s Zentrale, von Odoo-Mitarbeitern und Odoo-Gründer Fabien Pinckaers.

Odoo knackt die 8.000-Mitarbeiter-Marke

Diese Woche auf LinkedIn entdeckt: Die dort gelistete Mitarbeiterzahl von Odoo hat offiziell die 8.000er-Marke überschritten.

Zur Einordnung: SAP brauchte 24 Jahre, um auf eine Belegschaft von 8.000 Personen zu kommen. Bei Salesforce und Workday waren es jeweils rund 13 Jahre.

Odoo hat 7.000 der aktuell 8.000 Mitarbeitenden allein in den vergangenen sechs Jahren eingestellt. Mit der Expansion an neue Standorte und über 100 Neueinstellungen pro Tag zeigt das Wachstum bislang keinerlei Anzeichen einer Verlangsamung.

Odoo AI zeigt jetzt jeden Schritt hinter der Antwort

Odoo-CEO Fabien Pinckaers hat einen ersten Blick auf eine kleine, aber wirkungsvolle neue KI-Funktion gewährt. Der Odoo-AI-Chatbot blendet künftig einen Button „Steps Taken" ein, der auf Klick den kompletten Gedankengang aufschlüsselt, mit dem die Antwort zustande gekommen ist.

Aus der Community heißt es, das sei vor allem in detailgetriebenen Abläufen wie der Lagerverwaltung wertvoll: Dort wollen Anwender nachvollziehen können, warum die KI eine bestimmte Quelle gewählt hat – und nicht nur, zu welchem Ergebnis sie kommt. 

Ein Nutzer bringt es so auf den Punkt: „Es geht weniger um die Antwort der KI, sondern darum, dass ein Lagerleiter sehen kann, warum sie WH/Stock als Quelle gewählt hat – und der Zahl dann tatsächlich vertraut."

Odoo portiert direkte ELSTER-Übermittlung für deutsche Nutzer auf v19 zurück

Deutsche Odoo-Anwender bekommen ein lang erwartetes Buchhaltungs-Upgrade: Die direkte Abgabe der Umsatzsteuer-Voranmeldung (UStVA) über ELSTER wurde noch vor dem Release von Odoo 20 auf Version 19 zurückportiert.

Das Update verbindet Odoo direkt mit dem Finanzamt und macht damit Schluss mit der manuellen Eingabe im Portal und mit CSV-Exporten.

Die Rückmeldungen aus der Community kamen prompt. Einige Odoo-Nutzer sprachen von einer „überfälligen Ergänzung", die eine der lästigsten und fehleranfälligsten Aufgaben aus der monatlichen Buchhaltungsroutine streicht.

Odoo 20 wird neue Konnektoren, UI-Ansichten und KI-Agenten einführen

Zwei Monate vor der diesjährigen Odoo Experience wird die kommende Version 20 von Tag zu Tag konkreter. 

Das sind die neuesten Sneak Peeks vom Odoo R&D-Team:

CEO Fabien Pinckaers verriet, wie Nutzer ihre jährliche Buchprüfung mit Odoo-KI automatisieren können, indem sie einfache Befehle wie diese verwenden:

  • „Ich bin der neue Finanzchef, sag mir alles, was ich für 2026 wissen muss“

  • „Starte die Jahresabschlussprüfung“

  • „Führe die vollständige Prüfung des Eigenkapitalzyklus durch“.

Odoo Discuss bekommt eine neue Menüansicht in der Taskleiste, der App und den mobilen Ansichten. Dort werden zentralisiert:

  • KI-Chats

  • WhatsApp-Nachrichten

  • Live-Chat-Unterhaltungen

  • Discuss-Kanäle

  • Interne Nachrichten 

  • Und mehr.

Odoo bietet außerdem eine native Marketplace-Integration mit TikTok Shop. Diese ruft Bestellungen und Lieferscheine ab und synchronisiert Lagerbestände

Die Release-Notes zu Odoo 19.4 sind da

Odoo hat die Release-Notes für Version 19.4 veröffentlicht. Hier ist eine Übersicht über einige der interessantesten Neuerungen:

KI

  • Odoo wählt nun automatisch das beste KI-Modell für jede Aufgabe aus, basierend auf dem von dir gewählten Anbieter

  • Mit der Spracheingabe können Nutzer Anfragen an KI-Agenten freihändig diktieren

  • Ein nativer MCP-Konnektor  ermöglicht es externen Tools, sich direkt mit deiner aktiven Odoo-Datenbank zu verbinden.

Buchhaltung

  • Die Rechnungszeilenvorhersage füllt Produkt, Konto, Steuer und analytische Verteilung basierend auf deinem Rechnungsverlauf automatisch aus

  • Die Duplikaterkennung verwendet nun vor dem Buchen eine zweistufige Warnung: Rot für wahrscheinliche Duplikate und Gelb für solche, die überprüft werden müssen 

  • Quellensteuerrechnungen zeigen eine übersichtliche Aufschlüsselung in „Fälliger Betrag“, „Quellensteuer“ und „Nettobetrag“ mit der Option, jeden Teil separat zu bezahlen.

Vertrieb & E-Commerce

  • Verkaufsauftragszeilen erfordern kein verknüpftes Produkt mehr – nützlich für maßgeschneiderte Dienstleistungen oder einmalige Beschreibungen

  • Gib eine Zielmarge direkt in eine Zeile ein, und der Verkaufspreis wird automatisch neu berechnet

  • Kunden können nun Rücksendungen über ihr Portal veranlassen, ohne dein Team zu kontaktieren.

Lager & Fertigung

  • Vorgefüllte CMR-Dokumente können direkt aus Lieferungen für den internationalen Straßengüterverkehr generiert werden

  • Der Modus „Kontinuierliche Produktion“ startet den nächsten Arbeitsschritt, sobald Teilmengen fertig sind, ohne auf eine vollständige Charge zu warten.

Systemweit

  • In Kundenaufträgen, Bestellungen und Rechnungen wurde eine Umschaltfunktion für „inkl. MwSt.“/„exkl. MwSt.“ hinzugefügt

  • CC-Empfänger können nun beim Versenden von E-Mails aus Odoo hinzugefügt werden; dies wird im Chatter protokolliert, um einen lückenlosen Prüfpfad zu gewährleisten

  • Mit dem Massen-Download von Anhängen können Nutzer Rechnungen auswählen und alle Anhänge in einem Schritt als ZIP-Datei exportieren.

Odoo 19.4 ist ab sofort live auf Runbot & GitHub

Odoo 19.4 ist offiziell auf GitHub und Runbot verfügbar. Fabrice Henrion aus dem R&D-Team hat bestätigt, dass das SaaS-Deployment und die vollständigen Release Notes in Kürze folgen werden.

Direkt nach der Ankündigung hat die Odoo-Community bereits begonnen, den Code zu analysieren. Soweit wir wissen, wird diese Version:

  • Die Berechtigungen komplett neu strukturieren: Zugriffskontrolllisten (Access Control Lists) und Datensatzregeln (Record Rules) werden in einem einzigen Modell namens ir.access zusammengeführt 

  • Eine einheitliche Schema.org JSON-LD-Ebene auf der gesamten Website einführen: Dadurch werden strukturierte Daten für Jobs, Events, Produkte, Kurse und Q&As auf einer konsistenten Basis zusammengeführt. 

Die Version 19.4 ist voraussichtlich die letzte vor Odoo 20 und dürfte der mit Spannung erwarteten Hauptversion am nächsten kommen.

Odoo Experience kommt nach Indien

Odoos Flaggschiff-Event wird nun auch vom 11. bis 12. September in Indien stattfinden. 

Diese Ankündigung folgt auf die weltweite Umbenennung der regionalen „Odoo Community Days“ in offizielle „Odoo Experience“-Events. 

Dies signalisiert einen großen Wandel in Odoos internationaler Strategie und Wachstumsphase – und Indien war dabei ein wichtiger Schritt.

Indien ist der Sitz des Odoo-Hauptquartiers im Asiatischen Raum und einer der am schnellsten wachsenden Märkte, mit einem Umsatzwachstum von 120 % im vergangenen Jahr und über 170 Gold-Partnern im ganzen Land.

Die OXP Indien wird in Gandhinagar stattfinden. Die Master-Classes starten am 10. September im lokalen Odoo-Hauptquartier.


Mehr Informationen zu allen Odoo Experience 2026 Events: 

Odoo Experience Indien (Gandhinagar)

Odoo Experience  Belgien (Brüssel)

Odoo Experience Africk (Nairobi, Kenia)

Odoo Experience LATAM (Mexiko-Stadt)

Odoo Experience Americas (San Francisco, CA) 

Odoo 20 führt einen nativen MCP-Server ein

In der kommenden Version wird KI in Odoo noch handlungsfähiger. Das R&D-Team hat angekündigt, dass Nutzer der Enterprise-Edition Zugriff auf einen nativen MCP-Server bekommen.

Dieser verbindet KI-Assistenten direkt mit einem /mcp-Endpunkt, sodass kein externes Python-Gateway mehr nötig ist. Durch diese Out-of-the-box-Lösung wird Odoo selbst zum MCP-Server – ganz ohne zusätzliche Schnittstellen oder Umwege.

Das Feedback der Nutzer war positiv: Viele meinten, sie hätten „schon sehnsüchtig darauf gewartet“ und nannten es „ein geniales Feature, das die Konkurrenz mal wieder ins Schwitzen bringen dürfte“.

Grundsätzlich ist das eine richtig smarte Methode, um einem Assistenten Lesezugriff zu gewähren. Allerdings gibt es beim nativen MCP-Server momentan noch einige Einschränkungen.

Wir haben uns das Ganze im Detail angesehen: spannende Features, Sicherheitsaspekte und wo es im Moment noch hakt.

Hier geht's zur Übersicht

Meilenstein: Odoo erreicht 2 Millionen zahlende Nutzer

Laut Odoo-Mitarbeiter Ray Carnes wurde diese Marke sogar früher als gedacht geknackt. 

Stand heute zählt Odoo 2.113.916 zahlende Nutzer. Davon werden 1.422.084 (67 % der Nutzer) vom Odoo-Partnernetzwerk betreut. Das beim Odoo Partner Day vorgestellte Wachstum zeigt: Das Tempo wird sich in Zukunft wohl noch weiter beschleunigen.


Community-Tratsch

Die heißen Themen, über die Odoo-Nutzer diesen Monat sprechen. 

SAP wirbt um Odoo Partner

Berichten zufolge läuft bei SAP derzeit eine Kampagne, um Odoo- und andere ERP-Partner ins eigene Business-One-Netzwerk zu ziehen.

Ein LinkedIn-Nutzer berichtet, er habe ein PR-Paket mit einem SAP-Business-One-Trikot und einem Einladungsschreiben erhalten, in der „Premier League" mitzuspielen. 

Die Marketingaktion fällt zeitlich mit dem Abschluss eines Kartellverfahrens der EU-Kommission gegen SAP zusammen. Die Kommission kam darin zu dem Ergebnis, dass das Unternehmen einen Anbieterwechsel für Kunden strukturell unmöglich gemacht hatte.

Bußgelder konnte der ERP-Konzern zwar abwenden – die Nachricht war trotzdem bereits in aller Munde. 

Ausgerechnet Odoo ins Visier zu nehmen, ist allerdings eine kuriose Strategie: Unterschiedlicher könnten die beiden kaum sein. 

Odoo ist Open Source, und CEO Fabien Pinckaers ist ein bekennender Gegner von Vendor-Lock-in – ein scharfer Kontrast zu SAPs proprietärem und starrem Modell.

Ein Odoo.sh-Commit verursacht JS-Fehler

Aktuell macht ein LinkedIn-Post in der Community die Runde, der auf ein neues Problem bei Odoo.sh-Instanzen hinweist.

Demnach löst ein kürzlich von Odoo veröffentlichter Commit bei manchen Anwendern einen SecurityError aus. 

Das passiert offenbar vor allem dann, wenn man Drittanbieter-Module mit eingebetteten iFrames (wie Ringover) nutzt oder in v19 der Knowledge-App auf das Drei-Punkte-Menü klickt:

SecurityError: Failed to read a named property 'addEventListener' from 'Window': Blocked a frame with origin

Der empfohlene Workaround ist, bei Odoo.sh auf den Commit der Vorwoche zurückzugehen. Auf GitHub gibt es bereits einen Pull-Request, über den Odoo offenbar an einem Fix arbeitet.

Den Reaktionen zufolge ist das Problem bereits bei einigen Kunden-Instanzen aufgetreten, auch wenn das genaue Ausmaß noch unklar ist. Wer iFrame-basierte Integrationen auf Odoo.sh nutzt, sollte die Sache auf jeden Fall im Auge behalten.

Neues aus der ERP-Welt 

Schlagzeilen aus der ERP-Welt, die Sie nicht verpassen sollten.

 SAP räumt ein: KI-Chatbots und teure Frontier-Modelle bringen keine Rendite

SAP-CFO Dominik Asam hat erklärt, dass KI in Unternehmenssoftware über Chatbots und Coding-Assistenten hinausgehen muss, wenn Unternehmen einen echten Effekt sehen wollen.

Im Anschluss an die Zahlen zum zweiten Quartal verwies Asam auf mehrere Probleme, die entstehen, wenn man generische KI-Modelle in Kernprozesse wie Finanzwesen und Lieferkette drückt:

  • Fehler in Finanzprozessen potenzieren sich über mehrere Verarbeitungsschritte hinweg und werden so zum ernsten operativen Risiko.

  • KI kann unstrukturierte Altdaten nicht reparieren – und generische Modelle über unaufgeräumte Datenbanken laufen zu lassen, treibt die Rechenkosten massiv in die Höhe.

  • Der größte Teil des heutigen KI-Einsatzes beschränkt sich auf risikoarme Aufgaben wie das Schreiben von Code, wo Fehler kaum Konsequenzen haben.

Seine These: Unternehmen werden am Ende zu der Software greifen, die den Job sicher erledigt – auch wenn das eine simple Lösung oder ein günstiges Open-Source-Tool ist –, statt für teure Frontier-Modelle zu bezahlen.

Für Odoo-Nutzer zeigt sich darin vor allem ein struktureller Vorteil.

Während etablierte Anbieter versuchen, proprietäre KI-Add-ons zu verkaufen, bringt Odoo native KI-Agenten und MCP-Server-Unterstützung bereits direkt in der Plattform mit.

Weil Odoo Open Source ist, lässt sich über MCP jedes beliebige KI-Modell unmittelbar in die eigene ERP-Logik einbinden. Anwender bekommen damit maßgeschneiderte KI-Automatisierung über ihre gesamte Datenbank hinweg – ohne hohe Kosten und ohne sich in geschlossene Drittsysteme einzusperren.

Markt für KI im ERP soll sich bis 2035 verzehnfachen

Branchenberichte beziffern den Markt für KI in ERP-Systemen für 2025 auf 5,8 Milliarden Euro. Bis 2035 soll er auf 58 Milliarden Euro anwachsen. 

Analysten erwarten darüber hinaus, dass KI bis 2028:

  • die Prognosegenauigkeit in ERP-Systemen um bis zu 90% verbessert,

  • den Aufwand in der Rechnungsverarbeitung um bis zu 80% senkt,

  • und Finanzabschlüsse um 30% beschleunigt.

Die jüngsten Produktreleases zeigen: Die Softwareanbieter liefern sich ein Rennen darum, klassische Back-Office-Software in KI-native Plattformen zu verwandeln.

  • Oracle NetSuite hat in Nordamerika mit dem Rollout von NetSuite Next begonnen (Release 2026.2) – inklusive dialogorientierter KI, Abweichungsanalysen und KI-gestützter Auswertungen zu Personalkosten.

  • Conexiom und Epicor haben ihre Partnerschaft ausgeweitet, um die Auftrags- und Rechnungsverarbeitung in Eclipse und Prophet 21 zu automatisieren – jährlich über 1,5 Milliarden Positionen bei 95% Genauigkeit.

  • Cflow hat Version 15.0 veröffentlicht: KI-Agenten, die Genehmigungsempfehlungen auf Basis historischer Workflow-Daten aussprechen, dazu ein Modul für digitale Signaturen und abgesicherte E-Mail-Freigaben.

Für Odoo-Anwender ist davon nichts wirklich neu. 

Sie arbeiten bereits seit mehreren Release-Zyklen mit genau diesen Funktionen: dialogorientierte Oberflächen, automatisierte Rechnungsverarbeitung, Genehmigungsworkflows mit historischem Kontext. 

Die offene Frage ist damit nicht mehr, was die Software kann – sondern wohin sie sich als Nächstes entwickelt.

Salesforce Agentforce findet bei Unternehmenskunden keinen Anklang

Salesforce hat seine kurzfristige Wachstumsstrategie auf Agentforce ausgerichtet, eine KI-Agentenplattform zum Erstellen und Einsetzen von Agenten im gesamten Ökosystem. 

Doch diese Woche deuteten zwei separate Berichte darauf hin, dass es bei der Zielgruppe nicht ankommt.

Eine Studie kam zu dem Schluss, dass die Einführung länger dauern wird als erwartet und sich wahrscheinlich nicht nennenswert über den Salesforces Kernmarkt (CRM) hinaus ausweiten wird. Eine andere Umfrage ergab, dass Unternehmen Agentforce in ihren IT-Budgets für die nächsten 12 Monate niedriger priorisieren wollen.

Erschwerend kommt das Preismodell von Agentforce hinzu: Die meisten Kunden sind nicht bereit, zusätzlich zu einem ohnehin schon teuren Vertrag noch für KI-Funktionen in ihrer Unternehmenssoftware zu bezahlen.

Ein Sprecher sieht das anders und bezeichnet Agentforce als „das am schnellsten wachsende Produkt in der Geschichte von Salesforce”, doch die Salesforce-Aktie ist in diesem Jahr um über 36 % gefallen. 

Für das Odoosphere ist das ein klares Signal: Selbst ein marktführendes Unternehmen wie Salesforce kann KI-Adoption nicht allein durch Preisdruck durchsetzen. 

Kunden wollen KI in Tools, denen sie bereits vertrauen, integriert sehen und nicht als separates Add-on verkauft bekommen.

SAP entgeht EU-Strafzahlung wegen wettbewerbswidriger Praktiken 


SAP ist einer Geldstrafe der Europäischen Kommission entgangen, nachdem diese festgestellt hatte, dass das Unternehmen seine marktbeherrschende Stellung missbraucht hat.  Die Europäische Kommission hatte im vergangenen September eine formelle Untersuchung der Kundendienstpraktiken von SAP im After-Sales-Bereich eingeleitet. 

Das Unternehmen hatte es Kunden strukturell unmöglich gemacht: :

  • Den Support für ungenutzte Lizenzen zu kündigen

  • Den Anbieter zu wechseln, ohne dass Wiedereinführungsgebühren anfallen

  • Ihre Lizenzbedingungen zu kündigen oder zu verlängern, ohne dass sich diese automatisch verlängern

  • Den gleichen Support-Level über ihre gesamte SAP-Landschaft hinweg beizubehalten.

SAP konnte die Strafen abwenden, indem das Unternehmen rechtlich bindende Zusagen für den Umgang mit Wartungs- und Supportleistungen für On-Premise-Kunden für die nächsten zehn Jahre machte.

Unter den neuen Bedingungen können Kunden verschiedene Wartungsanbieter und Support-Level wählen. Sie können jetzt Lizenzen kündigen, wenn SAP das Serviceniveau senkt, Kosten senken, wenn die Mitarbeiterzahl um 10 % oder mehr sinkt, und Lizenzen bei der Veräußerung von Geschäftsteilen übertragen. 

Vertreter der Europäischen Kommission nannten dies „einen Meilenstein für die Branche“ und warnten, dass sich dieselbe strenge Prüfung auch auf die Cloud-Märkte erstrecken wird. Für Odoo-Nutzer ist dies aus zwei Gründen relevant:

  1. SAP-Kunden haben nun einen klareren Weg, ein Ökosystem zu verlassen, in dem sie stark gehalten wurden

  2. Die Regulierungsbehörden signalisieren, dass das restriktive Alles-oder-Nichts-Vertragsmodell, das ERP-Systeme über Jahrzehnte hinweg geprägt hat, nicht mehr unantastbar ist.

SAP tritt auf die Kostenbremse, um KI-Offensive zu finanzieren

SAP kürzt Team-Budgets, um mehr Geld in den Bereich Künstliche Intelligenz stecken zu können. 

Der Kon kündigte strengere Regeln für Neueinstellungen und Geschäftsreisen an. Zuvor hatte Bloomberg sogar berichtet, dass ein kompletter Einstellungsstopp im Raum stand.

Das Ganze ist Teil eines groß angelegten Umstrukturierungsprogramms, das SAP vor 18 Monaten gestartet hat, um sich für die KI-Ära zu rüsten – für CEO Christian Klein die zentrale strategische Wette.

Dabei stehen Tausende Stellen auf dem Prüfstand: Jobs in langsamer wachsenden Bereichen werden gestrichen, während Teams in Zukunftsfeldern ausgebaut werden. 

SAP ist mit diesem Druck allerdings nicht allein. Softwareanbieter spüren generell die Sorge der Investoren, dass KI-Modelle es Unternehmen bald ermöglichen könnten, ihre Business-Tools günstig selbst zu bauen und die etablierten Anbieter einfach zu umgehen.

Klein hält konsequent dagegen: „Wir verlieren wegen KI keine Aufträge. Wir gewinnen Aufträge dank KI.“

Ob das so bleibt, wenn die Fähigkeiten der KI weiter rasant wachsen, ist die eigentliche Frage – und SAP setzt seine gesamte Kostenstruktur auf diese Antwort.

Portugal startet erste Open-Source-KI für Souveränität in der EU

Mit der Vorstellung von „Amalia“, seinem ersten Open-Source-LLM (Large Language Model), reiht sich Portugal in die wachsende europäische Bewegung für mehr KI-Souveränität ein.

Das Modell wurde von einem Zusammenschluss portugiesischer Universitäten und Forschungseinrichtungen entwickelt und mit 5,5 Millionen Euro aus dem EU-Wiederaufbaufonds finanziert.

Es ist so konzipiert, dass Behörden, Unternehmen und Forscher darauf aufbauend eigene, maßgeschneiderte KI-Anwendungen entwickeln können. Das Modell, die Trainingsdaten und der Code stehen komplett unter einer Open-Source-Lizenz zur Verfügung.

Zu den ersten geplanten Anwendungen zählen ein virtueller Museums-Guide, Entscheidungshilfen für die Marine, ein KI-Lehrassistent und ein digitaler Helfer für Bürgerämter.

Dieser Schritt folgt auf ähnliche Initiativen in Frankreich (Mistral) und Deutschland (Aleph Alpha) und passt zum kürzlichen Wechsel des EU-Parlaments von Google zu Qwant.The move follows similar efforts in France with Mistral and in Germany with Aleph Alpha, and echoes the European Parliament's recent switch to Qwant over Google. 

Die Botschaft der europäischen Regierungen wird immer eindeutiger: Um strategisch unabhängig zu bleiben, muss die EU den KI-Stack besitzen – und nicht nur mieten.

Sprechen wir über Odoo

Sprechen Sie mit unseren Odoo-Experten, um zu erfahren, was Odoo alles kann und wie Sie es optimal für Ihr Unternehmen einsetzen können.

in Odoo
Your Dynamic Snippet will be displayed here... This message is displayed because you did not provided both a filter and a template to use.

Lernen Sie mehr über Odoo: 

Treffen Sie much.! Erfahren Sie mehr über unser Team

Über uns
Sprechen Sie mit unseren Experten
Your Dynamic Snippet will be displayed here... This message is displayed because you did not provided both a filter and a template to use.

Diese Themen könnten Sie ebenfalls interessieren: