Diese Updates aus dem Odoo & ERP-Universum sollten Sie diesen Monat nicht verpassen. .
News aus dem Odoo HQ
Offizielle Updates und Beiträge direkt aus Odoo’s Zentrale, von Odoo-Mitarbeitern und Odoo-Gründer Fabien Pinckaers.
Odoo gibt ersten Ausblick auf Version 19.3
Odoo 19.2 ist kaum raus, gibt es schon Neuigkeiten zum nächsten Update.
In einer neuen Webinar-Serie zeigen Experten von Odoo, was die kommenden Versionen bereithalten.
Die Online-Seminare werden von Odoo-Beratern geleitet und konzentrieren sich aktuell auf die Neuerungen der 19er-Reihe. Während die ersten Videos die Highlights von Version 19.1 und 19.2 erklären, steht das nächste Highlight schon fest: In etwa einem Monat sollen Webinare folgen, die bereits erste Einblicke in Odoo 19.3 geben.

Jedes kleinere Update bringt uns dem großen Release von Odoo 20 ein Stück näher. Ein besonderer Fokus liegt bald auf neuen Funktionen für den Einzelhandel (Point of Sale).
Insider vermuten zudem, dass in den nächsten Monaten noch weitere exklusive Webinare angekündigt werden.
In den bereits veröffentlichten Videos wurden wichtige Änderungen besprochen:
- Die Stilllegung der Außendienst-App (Field Service) und ihre Integration in the Planungs-App (Planning)
- Manufacturing Die wichtigsten Highlights der Fertigungs-App (Manufacturing) in 19.1 und 19.2.
Odoo 19.2 Release Notes sind da
Odoo hat die Version 19.2 offiziell veröffentlicht. Der Fokus dieses Updates liegt stark auf branchenspezifischen Funktionen sowie der Optimierung der Interaktionen zwischen den Kern-Apps. Zudem gibt es zahlreiche UI-Verbesserungen und leistungsstarke KI-Erweiterungen.
Einige Highlights, die Sie interessieren könnten:
Allgemein
- Nutzen Sie „Teilen“ in der Kommandopalette oder die Tastenkombination ALT + UMSCHALT + H, um einen Link zur aktuellen Ansicht zu kopieren, der alle angewendeten Suchen, Filter und Gruppierungen beibehält.
- Definieren Sie Vor- und Nachlaufzeiten (Buffers) in der Gantt-Ansicht, um Rüstzeiten oder Puffer für geplante Aufgaben zu visualisieren.
- Bei Verbindungsverlust werden Menüs und Datensätze, die nicht zwischengespeichert sind, ausgegraut, um klar anzuzeigen, welche Bereiche offline nicht verfügbar sind.
KI & Automatisierung
- Ergänzen Sie Standard-KI-Prompts um spezifischen Kontext und dynamische Werte, um präzisere Antworten zu erhalten.
- Weisen Sie Nachhaltigkeitsdaten in der ESG-App automatisch die passendsten Emissionsfaktoren per KI zu.
Außendienst (Field Service) wird in Planung (Planning) integriert
- Die Field Service App wurde als eigenständige App eingestellt; alle Funktionen sind nun vollständig in die Planungs-App integriert.
Buchhaltung
- Die Zahlungsstati wurden für mehr Klarheit umbenannt: „In Bearbeitung“ heißt nun „Bezahlt“ und „Bezahlt“ wurde zu „Abgestimmt“.
- Der Zahlungs-Assistent erkennt und berücksichtigt nun automatisch ausstehende Zahlungen, um Doppelzahlungen zu vermeiden.
- Wechselkursgewinne und -verluste werden jetzt pro Rechnung in einer einzigen Zeile konsolidiert, die für die vollständigen Berechnungsdetails erweitert werden kann.
Fertigung
- Eine neue Kanban-Ansicht für Arbeitsaufträge ermöglicht es Ihnen, die Produktionsplanung per Drag-and-Drop zu visualisieren und anzupassen.
- Der flexible Verbrauch ist jetzt Standard für alle Fertigungsaufträge, unabhängig von der Einstellung in der Stückliste.
Dokumente & Signing
- Aktualisieren Sie das zugrunde liegende Dokument einer Signaturvorlage, ohne diese neu erstellen zu müssen; Odoo behält bestehende Signaturfelder automatisch an ihren ursprünglichen Positionen bei.
- Unterstützung für nicht-lateinische Alphabete (einschließlich Kyrillisch, Devanagari und Arabisch) wurde hinzugefügt, was über 40 neue Länder abdeckt.
Tabellenkalkulation (Spreadsheet)
- Sperren Sie ganze Tabellenblätter, um versehentliche Änderungen an Ihren Daten zu verhindern.
- Neue Regex-Formeln (REGEXTEST und REGEXPLACE) wurden für fortgeschrittene Datenmanipulationen hinzugefügt.
Branchenlösungen (Industries)
- Neue Branchenpakete sind für Psychotherapie und Physiotherapie verfügbar, inklusive Patientenmanagement, Sitzungsnotizen und spezialisierter Abrechnung.
- Die Lösung für Bauträger (Construction Developer) umfasst nun Arbeitspositionen für skalierbarere Angebote sowie ein integriertes Baumängelmanagement.
Odoo Experience 2026 wird global
Das Flaggschiff-Event von Odoo wird für das Jahr 2026 zu einer globalen Veranstaltungsserie ausgeweitet.
Vor Kurzem wurden eigene Versionen der Odoo Experience für San Francisco (2.–3. September), Mexico City (2.–3. September) und Nairobi (3.–4. September) angekündigt.
Diese Umbenennung der regionalen „Odoo Community Days“ in offizielle „OXP“-Events deutet auf eine bedeutende Änderung in Odoos internationaler Strategie und Wachstumsplanung hin.
Die neuen OXP-Termine sorgen jedoch für Verwirrung bezüglich der Präsentation von Odoo 20.
Das europäische Original-Event findet vom 24. bis 26. September statt und war in den letzten Jahren die offizielle Bühne für die Enthüllung neuer Odoo-Versionen.
Allerdings wird nun auf den Webseiten aller OXP-Editionen 2026 behauptet, dass Odoo 20 „während des Events“ veröffentlicht wird.
Da die Messen in Amerika und Afrika bereits Wochen früher stattfinden, stellt sich die Frage: Wer wird die offizielle Vorstellung von Odoo 20 als Erstes zu sehen bekommen?
Weitere Infos zu den Odoo Experience 2026 Events:




Odoo teasert neues KI-Feature für Bildgenerierung
Odoo setzt konsequent auf seine „AI everywhere“-Strategie und stellt eine neue Funktion vor, die den Online-Verkauf beschleunigen soll.
CEO Fabien Pinckaers zeigte auf LinkedIn, wie Nutzer Produktbilder künftig direkt im Odoo-Chatbot erstellen und optimieren können.
Anstatt externe Design-Software zu nutzen, können Shop-Besitzer der KI bald per Prompt befehlen, visuelle Inhalte von Grund auf neu zu erschaffen oder bestehende Fotos aufzupolieren.
Dies verleiht den KI-Tools von Odoo für Websites und E-Commerce eine kreative Ebene – bisher lag der Fokus dort primär auf Texten und SEO.
Das neue Feature wird voraussichtlich mit Odoo 19.2 veröffentlicht.
Community-Tratsch
Die heißen Themen, über die Odoo-Nutzer diesen Monat sprechen.
Odoo passt API-Roadmap an: RPC-Abschaltung auf V22 verschoben
Gute Nachrichten für die Entwickler-Community: Odoo verschiebt die endgültige Abschaltung der klassischen RPC-API-Dienste (XML-RPC) auf die Version 22.
Ursprünglich sah der Plan vor, die RPC-API bereits mit Odoo 19 als veraltet zu markieren („deprecation“) und sie mit Version 20 vollständig zu entfernen.
Doch die offizielle Dokumentation auf GitHub zeigt nun eine Kursänderung in der API-Roadmap.
Mit dem aktualisierten Zeitplan gewährt Odoo dem Legacy-Service zwei zusätzliche Jahre Gnadenfrist:
- Odoo 18: XML-RPC bleibt der aktive Standard; JSON-2 ist noch nicht verfügbar.
- Odoo 19, 20, 21: JSON-2 wird zum neuen Standard-Ersatz. XML-RPC bleibt verfügbar, wird jedoch offiziell als veraltet eingestuft und im Legacy-Modus weitergeführt.
- Odoo 22: XML-RPC wird vollständig entfernt. Ab hier müssen alle externen Integrationen zwingend JSON-2 nutzen.
Diese Entscheidung ist das Ergebnis interner Diskussionen, bei denen das Technik-Team von Odoo erfolgreich für einen späteren Cut-off plädierte. Lead-Entwickler Julien Castiaux merkte an, dass man sich davon habe überzeugen lassen, dass eine frühere Entfernung aufgrund der massiven Auswirkungen auf bestehende Integrationen eine „schlechte Idee“ sei. Das Ergebnis ist ein deutlich entspannterer, mehrjähriger Übergangsplan.
Reaktionen aus der Community
Experten aus dem Odoo-Ökosystem begrüßen den Zeitgewinn. Er schaffe das nötige Zeitfenster, um komplexe Kundensysteme zu migrieren, ohne den Live-Betrieb zu gefährden.
Dennoch geben einige Entwickler zu bedenken, dass der jährliche Release-Zyklus von Odoo ohnehin schon einen hohen Wartungsaufwand fordert – die Verzögerung verschiebt die unvermeidliche Arbeit also lediglich nach hinten.
Einig ist man sich jedoch in einem Punkt: Durch das Ende alter API-Modelle und Trends wie „Vibe-Coding“ wandelt sich die Rolle des Odoo-Entwicklers immer stärker in Richtung Systemarchitektur und proaktives Refactoring.
Fazit: Auch wenn das alte Protokoll vorerst erhalten bleibt, rät die Community dazu, frühzeitig auf JSON-2 umzustellen. So stellen Sie sicher, dass Ihre Systeme stabil laufen, bevor die Deadline von Odoo 22 erreicht wird.

Gemischte Reaktionen auf das neue Odoo-Mobile-Interface
Odoo-Mitarbeiter Fabrice Henrion gab auf LinkedIn einen exklusiven Ausblick auf Odoo's neue Mobile-Design aus der Entwicklungsabteilung.
Die mobile Nutzung und User Experience (UX) gehörten bisher zu den größten Kritikpunkten bei Odoo – das gilt sowohl für die native App als auch für die Web-Version (PWA).
Die Community reagierte überwiegend begeistert auf die optische Auffrischung. Besonders gelobt wurden der „gewonnene Platz zwischen den Feldern“, die „bessere Platzausnutzung auf dem Screen“ sowie die „klareren Kontraste bei den Feldbezeichnungen“.
Doch während viele finden, dass Odoo damit endlich „den richtigen Weg einschlägt“, bezeichnen andere das Design immer noch als etwas angestaubt.
Am Ende zählt: „Form follows function“. Wir hoffen, dass Odoo 20 nicht nur optisch nachlegt, sondern die mobile Bedienung insgesamt flüssiger und intuitiver macht.

Debatte um Claude Code & Odoo „Vibe Coding“ geht weiter
Weniger als eine Woche nach der Ankündigung wird auf LinkedIn hitzig darüber diskutiert, wie realistisch „Vibe Coding“ im Odoo-Ökosystem wirklich ist. Die Community ist gespalten.
Auf der einen Seite argumentieren Befürworter, dass KI-generierter Code stabiler sei als Odoo Studio.
Einige behaupten sogar, dass Claude Code menschliche Entwickler in komplexen Bereichen wie der Buchhaltungslogik übertreffen kann. Sie sehen einen Wandel hin zu „KI-Buildern“: Profis, die sich auf die Geschäftsarchitektur konzentrieren, anstatt selbst Syntax zu schreiben.
Auf der anderen Seite warnen Skeptiker vor den Gefahren – ähnlich wie bei der ungeschulten Nutzung von Odoo Studio. Vibe Coding im Produktivsystem ohne strikte Kontrollmechanismen könne zu fehlerhaften Geschäftsregeln und unwartbaren Systemen führen.
Die Debatte erreichte sogar die Odoo-Zentrale.
Chief Product Owner Alain van de Werve gab zu bedenken, dass der Erfolg stark von Peer-Reviews abhängt – vorausgesetzt, der Prüfer hat die Zeit, mit der Geschwindigkeit der KI Schritt zu halten.
Auch Odoo-Entwickler William André betonte, dass die Umgebung zwar sicher sei, manuelle Tests aber dennoch nicht ersetze.
Der Konsens bleibt: Die Rolle des Entwicklers wandelt sich vom Autor zum Analysten.
Während die KI mittlerweile 100% der Baugeschwindigkeit übernimmt, braucht es weiterhin menschliche Experten, die prüfen, ob die „Vibes“ auch mit dem echten Geschäftsbetrieb übereinstimmen.
Neues aus der ERP-Welt
Schlagzeilen aus der ERP-Welt, die Sie nicht verpassen sollten.
Oracle bringt autonome KI-Agenten für Business-Ziele
Gefühlt hat längst jeder große Software-Anbieter eigene KI-Agenten am Start – jetzt reiht sich auch Oracle ein.
Mit autonomen KI-Teams für seine Fusion Cloud Applications reiht sich der Konzern hinter Microsoft, SAP und Salesforce ein.
Statt dir einfach nur einen Chatbot vorzusetzen, arbeiten ab sofort 22 spezialisierte KI-Anwendungen (etwa für Finanzen, Vertrieb oder HR) als Team zusammen, um konkrete Geschäftsziele wie das Eintreiben offener Rechnungen völlig eigenständig zu erledigen.
Wer eigene Agenten bauen möchte, bekommt dafür das erweiterte AI Agent Studio. Damit im System kein Sicherheits-Chaos ausbricht, erben die KIs strikt alle bestehenden Nutzerrechte und Freigaberegeln. Jeder Arbeitsschritt bleibt also nachvollziehbar.
Der Launch kommt allerdings zu einer kritischen Zeit für das Unternehmen.
Oracle sieht sich aktuell mit einer Aktionärsklage konfrontiert, bei der es um die massiven Ausgaben für die KI-Infrastruktur geht.
Die Investoren werden zunehmend ungeduldig.
Die neuen Agenten müssen nun in der Praxis beweisen, dass die milliardenschweren KI-Wetten auch handfeste Gewinne abwerfen und nicht nur teurer Hype sind.
Claude kann jetzt autonom deinen Computer steuern
Stell dir vor, eine KI klickt und tippt wie von Geisterhand auf deinem Bildschirm herum. Genau das macht Anthropic jetzt mit dem neuen „Computer Use“-Feature möglich.
Claude kann ab sofort menschliche Maus- und Tastatureingaben imitieren und Aufgaben völlig eigenständig abarbeiten. Das heißt konkret: Die KI navigiert selbstständig durch lokale Programme wie Webbrowser oder Entwicklertools, um komplexe Workflows für dich zu erledigen.
Richtig smart wird das Ganze durch die Integration mit Dispatch. Damit kannst du Claude sogar bequem vom Smartphone aus losschicken – zum Beispiel, um dir ein Morning-Briefing zusammenzustellen oder vollautomatisch Codebase-Tests durchlaufen zu lassen.
Dieser Move kommt nicht von ungefähr. Anthropic reagiert damit direkt auf den massiven Hype rund um OpenClaw, das Open-Source-Framework, das autonome KI-„Klauen“ Anfang des Jahres so richtig populär gemacht hat.
Exklusiv für Mac und (noch) mit Vorsicht zu genießen
Wer das Feature ausprobieren will, muss allerdings ein paar Kriterien erfüllen: Aktuell läuft das Ganze nur auf macOS und ist exklusiv für User mit einem Claude Pro- oder Claude Max-Abo zugänglich
Damit das Ganze nicht in einem Sicherheits-Albtraum endet, fragt Claude vor jeder Systemübernahme explizit um Erlaubnis. Im Hintergrund laufen außerdem automatisierte Scans, die bösartige Prompt Injections abwehren sollen. Trotzdem betitelt Anthropic die Funktion ganz bewusst als „Research Preview“ (also als experimentelle Vorschau) und warnt eindringlich davor, die KI in Apps herumfuhrwerken zu lassen, die sensible persönliche oder finanzielle Daten enthalten.
Ein riskantes Spiel im KI-Wettrüsten
Mit dem neuen Feature drückt Anthropic im Rennen um autarke KI-Agenten aufs Gaspedal und liefert nun neben Nvidia und OpenAI ebenfalls die Infrastruktur für KIs, die selbstständig handeln.
Aber bleiben wir realistisch: Auch wenn Berechtigungsblocker das Schlimmste verhindern sollen, ist das noch lange keine Garantie. KIs halluzinieren nach wie vor fröhlich vor sich hin, und die Modelle entwickeln sich oft deutlich schneller weiter als die Leitplanken, die sie eigentlich in der Spur halten sollen.
Unterm Strich: Der KI sprichwörtlich das Steuer des eigenen Computers zu überlassen, bleibt vorerst ein ziemliches Sicherheits-Glücksspiel.
Nvidia startet sichere Plattform für KI-Agenten
Nvidia hat NemoClaw vorgestellt. Diese neue Plattform für Unternehmen soll die größten Hürden bei der Nutzung von KI-Agenten überwinden: Sicherheit und Datenschutz.
Mehr Sicherheit für Unternehmen
NemoClaw basiert auf dem beliebten Open-Source-System OpenClaw, mit dem KI-Agenten lokal betrieben werden können. Nvidia fügt eine starke Sicherheitsschicht hinzu, damit Firmen ihre KI-Systeme mit nur einem Befehl sicher starten können.
Für die Entwicklung hat Nvidia direkt mit dem OpenClaw-Erfinder Peter Steinberger zusammengearbeitet, um professionelle Firmenstandards zu garantieren.
Freiheit bei Hardware und Modellen
Ein großer Vorteil ist, dass die Plattform hardware-unabhängig funktioniert.
Das bedeutet für Firmen:
- Sie müssen nicht zwingend Nvidia-Chips nutzen.
- Sie können sowohl offene KI-Modelle als auch Cloud-Lösungen auf eigenen Geräten verwenden.
Ein Meilenstein wie das Internet
Nvidia-Chef Jensen Huang vergleicht die Bedeutung von Systemen wie OpenClaw mit historischen Erfolgen wie Linux oder dem Internet-Standard HTTP. Er sieht KI-Agenten als die nächste unverzichtbare Basistechnik für weltweite Unternehmen.
Obwohl NemoClaw noch in einer frühen Testphase (Alpha) ist, tritt Nvidia damit bereits direkt gegen Konkurrenten wie OpenAI an.
OpenAI veröffentlicht kleinere und günstigere GPT-5.4 Modelle
OpenAI baut seine neueste KI-Architektur weiter aus und bringt die neuen Modelle GPT-5.4 Mini und GPT-5.4 Nano auf den Markt.
Diese preiswerten Varianten sollen die goldene Mitte bilden zwischen hoher Intelligenz und maximaler Geschwindigkeit im Alltag.
Enorme Leistung bei hoher Geschwindigkeit
Die Leistungsdaten beeindrucken: Das Mini-Modell erreicht im anspruchsvollen GPQA-Test für logisches Denken 88,01 % – und liegt damit nur knapp hinter dem Standard-Modell mit 93 %.
Zudem arbeitet die neue Mini-Version laut Berichten mehr als doppelt so schnell wie ihr direkter Vorgänger.
Profi-Funktionen für kleine Modelle
Bisher waren komplexe Aufgaben für KI-Agenten den teuren Standard-Versionen vorbehalten.
Mit GPT-5.4 ändert sich das: Auch die kleineren Modelle beherrschen nun zuverlässig schwierige Aufgaben wie das Überprüfen von Programmiercode oder das Auswerten komplexer Benutzeroberflächen.
Erste Nutzer wie Notion oder Hebbia berichten, dass GPT-5.4 Mini bei speziellen Aufgaben sogar ältere, größere Modelle übertrifft – und das bei deutlich geringerem Rechenaufwand.
Für viele Unternehmen bedeutet das: Kleiner ist in Sachen Preis-Leistung jetzt oft die schlauere Wahl.
Die neuen Preise der GPT-5.4 Modelle im Überblick
- GPT-5.4 Mini: 0,75 $pro Million Input-Token und 4,50$ pro Million Output-Token (rund 70 % günstiger als das Standard-Modell)
- GPT-5.4 Nano: 0,20 $pro Million Input-Token und 1,25$ pro Million Output-Token (nur über API verfügbar)
- GPT-5.4 Standard: 2,50 $pro Million Input-Token und 15,00$ pro Million Output-Token
KI-Agent knackt McKinseys internen Chatbot in weniger als zwei Stunden
Cybersecurity-Experten von CodeWall haben enthüllt, dass einer ihrer autonomen KI-Agenten „Lilli“, die interne generative KI-Plattform von McKinsey, erfolgreich gehackt hat.
Ohne menschliches Eingreifen oder gestohlene Zugangsdaten verschaffte sich die KI in weniger als zwei Stunden vollen Lese- und Schreibzugriff.
Der KI-Agent legte 46,5 Millionen Chat-Nachrichten, 728.000 vertrauliche Dokumente sowie die System-Prompts offen, die das Verhalten der KI für die 40.000 Nutzer steuern.
Möglich wurde der Hack durch eine SQL-Injection-Schwachstelle in einem ungeschützten API-Endpunkt.
Da der Agent auch Schreibrechte erlangte, hätte er die KI manipulieren können – etwa durch das lautlose Umschreiben von Anweisungen, um Quellenangaben zu fälschen oder Sicherheitsvorgaben zu umgehen.
McKinsey schloss die Sicherheitslücken zwar innerhalb weniger Stunden nach dem Bericht von CodeWall, doch der Vorfall ist ein beängstigender Beweis dafür, dass autonome KI-Agenten die Zukunft von Cyberangriffen prägen werden.
Die Schwachstelle verdeutlicht ein wachsendes Risiko für Unternehmen: Wer KI-Assistenten überhastet in seine Kernprozesse integriert, schafft damit massive neue Angriffsflächen.
Dieser „KI gegen KI“-Showdown zeigt, dass Sicherheitsverletzungen in Maschinengeschwindigkeit keine Theorie mehr sind, sondern eine reale Gefahr für selbst die größten Konzerninfrastrukturen.
Oracle-Aktie fängt sich nach KI-Zweifeln wieder
Die Oracle-Aktie legte nach einer optimistischen Umsatzprognose um 10 % zu. Das beruhigte die Anleger, nachdem die massiven KI-Investitionen von 50 Milliarden Dollar im Dezember zunächst für Stirnrunzeln gesorgt hatten.
Dank eines spektakulären Wachstums bei den künftigen Vertragseinnahmen (RPO) um 325 % auf 553 Milliarden Dollar etabliert sich Oracle zunehmend als der „Infrastruktur-Vermieter“ für KI-Größen wie OpenAI und Meta.
Die Zahlen nehmen vorerst den Wind aus den Segeln der „SaaS-Pokalypse“-Theorie – der Befürchtung, dass KI-gestützte Programmierung klassische Software-Lizenzen pro Nutzer überflüssig machen könnte.
Laut CTO Larry Ellison nutzt Oracle bereits selbst kleine, KI-unterstützte Entwicklerteams, um neue Produkte deutlich schneller und effizienter auf den Markt zu bringen als bisher.
Trotz des Booms bei der KI-Infrastruktur bleiben Analysten skeptisch:
Es muss sich erst noch zeigen, ob das Infrastruktur-Geschäft die wegfallenden Einnahmen ausgleichen kann, wenn die KI im ERP-Bereich zunehmend klassische Aufgaben übernimmt und dadurch die Nutzerzahlen sinken.
SAP zahlt 480 Mio. USD zur Beilegung der Teradata-Klage
SAP hat einem außergerichtlichen Vergleich in Höhe von 480 Millionen US-Dollar mit Teradata zugestimmt.
Damit endet ein achtjähriger Rechtsstreit um den Diebstahl geistigen Eigentums und Marktmissbrauch.
Die Einigung klärt alle offenen Forderungen nur wenige Wochen vor dem geplanten Prozessbeginn im April.
Im Kern ging es um den Vorwurf, SAP habe ein Joint Venture aus dem Jahr 2006 genutzt, um Geschäftsgeheimnisse für die Entwicklung der eigenen HANA-Datenbank zu stehlen.
Zudem warf Teradata SAP vor, gegen Kartellgesetze zu verstoßen, indem HANA mit S/4HANA gebündelt wurde, um Wettbewerber unfair vom ERP-Markt auszuschließen.
Mit der massiven Zahlung räumt SAP eine juristische Altlast aus dem Weg, die seit 2018 über der Datenbank-Technologie und Marktstrategie schwebte.
SAP baut Vorstand um: Angst vor KI-Disruptions
SAP-CEO Christian Klein hat eine umfassende Umbildung des Vorstands angekündigt, um das Unternehmen auf eine „AI-first“-Strategie auszurichten.
Dieser Schritt folgt auf ein schwieriges Jahr für SAP: Der Aktienkurs brach um 39% ein, wodurch das Unternehmen seinen Titel als wertvollstes börsennotiertes Unternehmen Europas verlor.
Um sich ganz auf die KI-Entwicklung zu konzentrieren, gibt Klein die Vertriebsleitung zum 1. April an Thomas Saueressig ab, der neuer Chief Customer Officer wird.
Saueressig wird die neu geschaffene „Customer Value Group“ leiten.
Klein betonte, SAP müsse sich „End-to-End transformieren“, um mit der Entwicklung agierender KI (Agentic AI) Schritt zu halten.
Die Reorganisation ist wahrscheinlich auch eine Reaktion auf die Skepsis gegenüber dem KI-Assistenten Joule, der laut Nutzerberichten teils schwierig zu bedienen sei und seinen Preis noch nicht rechtfertige.
Neues Support-Modell: SAP forciert Cloud-Wechsel
SAP hat eine neue, dreistufige Support-Struktur (Foundational, Advanced und Max) eingeführt, die exklusiv für Cloud-Abonnements gilt.
Der Fokus liegt dabei auf KI-gestütztem Support und Prozessoptimierung.
Indem diese „Success Plans“ nur für die Cloud verfügbar sind, lässt SAP On-Premises-Kunden de facto auf alten Wartungsverträgen sitzen – ohne Zugang zu neuesten KI-Innovationen.
Dies untermauert die aggressive Strategie von SAP: Wer Teil der KI-gestützten Zukunft sein will, muss in die Cloud umziehen.
Analysten warnen, dass die neuen Stufen zwar mehr Transparenz bieten, aber auch höhere Kosten und weniger vertragliche Flexibilität bedeuten, besonders im Premium-Tarif „Max“.
Für On-Premises-Teams ist die Botschaft klar: Die Support-Lücke zur Cloud wird ab jetzt immer größer.
KFW öffnet ERP-Gründerkredit wieder für Gemeinnützige
Nach dem Beschluss des Bundestages zum ERP-Wirtschaftsplangesetz 2026 hat die staatliche KfW-Bank das Programm „StartGeld“ (Programm 067) für gemeinnützige Organisationen wieder aufgenommen.
Ab sofort können Non-Profits und Social Startups genauso selbstverständlich auf diese staatliche Förderung zugreifen wie klassische gewerbliche Gründer..
Die wichtigsten Vorteile:
- Höhere Fördersumme: Der maximale Kreditbetrag wurde kürzlich von 125.000 € auf 200.000 € angehoben.
- Flexible Nutzung: Die Mittel decken sowohl Erstinvestitionen als auch Betriebsmittel (bis zu 80.000 €) ab.
- Niedrige Hürden: Es ist kein Eigenkapital erforderlich. Die KfW übernimmt 80% des Ausfallrisikos, um Hausbanken die Kreditzusage zu erleichtern.
- Tilgungsfreie Zeit: Kreditnehmer können von bis zu zwei tilgungsfreien Jahren profitieren, um die Liquidität in der Startphase zu schonen.
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