Diese Updates aus dem Odoo & ERP-Universum solltest Du diesen Monat nicht verpassen.
News aus dem Odoo HQ
Offizielle Updates und Beiträge direkt aus Odoo’s Zentrale, von Odoo-Mitarbeitern und Odoo-Gründer Fabien Pinckaers.
Odoo führt neue GBP-Preisliste ein
Gute Nachrichten für Kunden aus dem Vereinigten Königreich: Odoo hat offiziell eine eigene Preisliste in Britischen Pfund (GBP) eingeführt.
Interne Quellen bestätigen, dass Neukunden standardmäßig auf die GBP-Preise gesetzt werden, während Bestandskunden voraussichtlich bei der nächsten Vertragsverlängerung umgestellt werden. Upsells bleiben vorerst auf der aktuellen Preisliste bestehen.
Die angekündigten Preise liegen bei £22 für Odoo Standard und £33,60 für Odoo Custom. Bisher mussten Nutzer im Vereinigten Königreich ihre Lizenzpreise mühsam aus Euro-Werten umrechnen.
Die Einführung einer eigenen Pfund-Preisliste ist ein klares Signal für das Wachstum des britischen Marktes – und zeigt, dass Odoo seine Strukturen entsprechend anpasst.
Community-Tratsch
Die heißen Themen, über die Odoo-Nutzer diesen Monat sprechen.
Odoo 19.1 bringt intelligentes Kontakt-Filtering
Der Minor-Release Odoo 19.1 rollt derzeit neue UI-Updates aus, die bereits für Aufmerksamkeit sorgen.
Eine der besten Neuerungen ist ein vereinheitlichtes Feld, mit dem Kontakte direkt als „Unternehmen“ oder „Einzelperson“ gefiltert werden können.Wer einen neuen Datensatz für eine Person erstellt, kann diese nun sofort mit dem entsprechenden Arbeitgeber verknüpfen.
Das spart unnötige Klicks und schützt die Datenintegrität, da jeder Kontakt augenblicklich mit dem relevanten Unternehmen verbunden wird.

Odoo verankert 7% jährliche Preissteigerungen in den Enterprise-AGB
Odoo hat an seinen Enterprise-Vertragsbedingungen geschraubt und das hat direkte Auswirkungen auf die Abo-Kosten.
Die neue Klausel 5.2 legt fest, dass die Gebühren bei einer Verlängerung nun um bis zu 7 % pro Jahr der Vertragslaufzeit steigen können. Das ersetzt das alte Modell und sorgt dafür, dass sich die Preise wesentlich schneller und regelmäßiger an die aktuelle Preisliste angleichen.
Dieser Schritt folgt unmittelbar auf einen Preissprung von 30% auf dem US-Markt in diesem Januar.
Unsere Experten vermuten, dahinter steckt System, und rechnen für 2026 oder 2027 mit einer ähnlichen Welle in Europa. Die Preise für EU-West könnten demnach auf 44,90 € pro Monat klettern.
Auch wenn Odoo den Deal vielleicht mit AI-Credits versüßt, zeigt der Trend zur festen jährlichen Indexierung eine deutlich aggressivere Preisstrategie, die das Wachstum kurzfristig bremsen könnte.
Neues aus der ERP-Welt
Schlagzeilen aus der ERP-Welt, die du nicht verpassen solltest.
Epicor plant das Ende für On-Premise-Produkte
Der ERP-Anbieter Epicor hat angekündigt, die On-Premise-Versionen seiner Produkte wie Kinetic, Prophet 21 und BisTrack schrittweise einzustellen. Dies ist Teil einer konsequenten Cloud-First-Strategie.
Die letzten On-Premise-Releases werden zwischen 2026 und 2028 erscheinen, gefolgt von abgestuften Support-Phasen, die je nach Produkt zwischen 2029 und 2030 enden.
Epicor argumentiert, dass dieser Schritt den Kunden einen schnelleren Zugang zu neuen Funktionen und KI-gestützten Kapazitäten ermöglicht, die exklusiv in der Epicor Cloud verfügbar sind. Gleichzeitig sollen der Infrastrukturaufwand und die Last von Upgrades reduziert werden.
Da künftige Innovationen ausschließlich in der Cloud stattfinden, entwickeln sich On-Premise-Systeme zunehmend zu reinen Wartungsmodellen ohne Wachstumspfad. Dies erhöht die Abhängigkeit vom Anbieter und reduziert die Kontrolle des Kunden.Selbst stark regulierte Branchen sind von dieser Entscheidung nicht ausgenommen.
Selbst stark regulierte Branchen sind von dieser Entscheidung nicht ausgenommen und müssen künftig auf hybride Lösungen oder Sovereign-Cloud-Architekturen ausweichen, um Compliance-Vorgaben zu erfüllen.
Epicors Entscheidung spiegelt einen breiteren ERP-Trend zur Cloud-Konsolidierung wider. Die Softwarehäuser scheinen ihre Innovationen und KI-Investitionen auf ein einziges Bereitstellungsmodell zu konzentrieren. Die Zeit wird zeigen, ob dieser exklusive Cloud-Ansatz tatsächlich für jeden industriellen Anwendungsfall funktioniert.
ERP-Trends für 2026: Wo geht die Reise hin?
ERPs entwickeln sich aktuell von reinen Systemen zur Datenerfassung hin zu aktionsorientierten Plattformen.
Wir haben die fünf wichtigsten Trends zusammengefasst, die Unternehmen für 2026 auf dem Schirm haben sollten:
Vergessen Sie einfache Chatbots. Autonome KI-Agenten planen und führen komplexe Workflows künftig mit minimalem menschlichem Eingreifen aus.
2.Low-Code/No-Code als Standard
Fachabteilungen gestalten ihre Nutzeroberflächen (Tabellen, Kanbans, Buttons) selbst um, ohne die IT-Abteilung zu bemühen oder den Quellcode zu gefährden.
Der monolithische „Alles-aus-einer-Hand“-Ansatz bröckelt. Unternehmen halten ihren Finanzkern stabil und docken spezialisierte Module (Logistik, ESG etc.) flexibel via API an.
Nachhaltigkeit wird zum Pflichtteil der Buchhaltung. CO2-Fußabdrücke und Lieferketten-Ethik werden künftig mit der gleichen Präzision getrackt wie Umsatzzahlen.
Um dem EU AI Act und der DSGVO gerecht zu werden, setzen immer mehr europäische Unternehmen auf „Sovereign Clouds“ (wie die AWS European Sovereign Cloud), um KI-Tools rechtssicher zu nutzen.
Reden wir über Odoo
Sprich mit unseren Odoo-Experten und erfahre, was Odoo für dein Unternehmen tun kann.