Odoo-Newsupdate Januar 2026

16. Januar 2026

Diese Updates aus dem Odoo & ERP-Universum solltest Du diesen Monat nicht verpassen.

News aus dem Odoo HQ

Offizielle Updates und Beiträge direkt aus Odoo’s Zentrale, von Odoo-Mitarbeitern und Odoo-Gründer Fabien Pinckaers.

Odoo erreicht Bewertung von 7 Milliarden Euro

Odoo hat eine geschätzte Bewertung von 7 Milliarden Euro erreicht, nachdem der Wachstumsinvestor General Atlantic seine Beteiligung durch den Kauf von Anteilen von Wallonie Entreprendre erhöht hat. Es handelt sich um eine Sekundärtransaktion, es wurde also kein neues Kapital aufgenommen, und Odoo bleibt weiterhin privat geführt.

Seit der ersten Investition 2023 unterstützt General Atlantic Odoos internationale Expansion und kommerzielles Wachstum. Die Transaktion unterstreicht das langfristige Vertrauen in Odoos Strategie und zeigt, wie europäische Softwareunternehmen weltweit skalieren können, ohne ihre Unabhängigkeit aufzugeben.

Die Odoo 19.1 Release Notes sind da

Odoo hat Version 19.1 offiziell veröffentlicht. Wie bei kleineren Releases üblich, gibt es keine neuen Apps oder großen Funktionen, dafür aber viele kleine Verbesserungen, die bestehende Workflows effizienter machen und einen Hinweis geben wohin die Reise für Odoo 20 geht.

Highlights:

Allgemein

  • Produktvarianten können jetzt "in bulk" importiert werden, inklusive Attribute, Kosten, Mengen und mehr.

KI

  • Agenten können Datenansichten nach Tag, Monat, Quartal oder Jahr gruppieren – keine manuelle Einrichtung über erweiterte Suche nötig.
  • Inhalte von Dokumenten können direkt in der Vorschau abgefragt werden (z. B. Lebensläufe, Verträge).
  • Datei-Uploads werden nun unterstützt, Fragen können auf Basis hochgeladener Inhalte gestellt werden.

Buchhaltung

  • Bei Währungsumrechnungen wird Wechselkursdatum und -rate angezeigt.

Fertigung

  • Bei mehreren geplanten Fertigungsaufträgen ignoriert Odoo die festgelegten Termine und plant ASAP nach Listenreihenfolge.
  • Bei Reduzierung der Menge kann ein Auftrag gesplittet werden: der ursprüngliche Auftrag wird aktualisiert, ein neuer Auftrag für die Restmenge wird automatisch erstellt.

Lager

  • „Bestellen“ und „Bestellen bis Max“ wurden zusammengelegt. Standardmäßig wird die Menge aus der Spalte „Zu bestellen“ verwendet, bei manueller Anpassung wird die neue Menge genutzt.

Zeiterfassung

  • ActivityWatch ist integriert. Geräteaktivitäten werden automatisch getrackt, kann im Assistenten den Projekten zugewiesen und mit einem Klick in Zeiteinträge umgewandelt werden.

Helpdesk

  • Es gibt einen neuen Filter für unbeantwortete Tickets, der zeigt, wo die letzte Nachricht vom Kunden stammt.
  • Man kann jetzt Erinnerungs-E-Mails an Kunden senden, bevor ein Ticket automatisch geschlossen wird.

Verkauf / Angebote

  • Angebotsvorlagen unterstützen nun Unterabschnitte und Optionen wie „Preis verbergen“ oder „Zusammensetzung verbergen“.

Und vieles mehr!


Odoo-Chef dementiert Gerüchte um Preiserhöhungen

Odoo-Gründer Fabien Pinckaers hat Berichten widersprochen, wonach das Unternehmen eine Erhöhung seiner Software-Lizenzpreise plane.

Die Sorgen in der Community kamen auf, nachdem Odoo seine allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) aktualisiert hatte. Die neue Klausel erlaubt es dem Unternehmen, die jährlichen Erneuerungsgebühren um bis zu 7% anzuheben. Diese Änderung beunruhigte insbesondere europäische Partner und Kunden – vor allem vor dem Hintergrund der jüngsten Preiserhöhung von 30% in den USA.

Pinckaers wiegelte ab, und sagte, dass das Update dazu diene, dem Unternehmen künftig mehr Flexibilität zu geben und die langfristige Stabilität zu sichern. Er fügte hinzu, dass die Anpassung vielmehr dazu beitragen soll, eine drastische Preiserhöhung in naher Zukunft zu vermeiden.

Odoo führt neue GBP-Preisliste ein 

Gute Nachrichten für Kunden aus dem Vereinigten Königreich: Odoo hat offiziell eine eigene Preisliste in Britischen Pfund (GBP) eingeführt.

Interne Quellen bestätigen, dass Neukunden standardmäßig auf die GBP-Preise gesetzt werden, während Bestandskunden voraussichtlich bei der nächsten Vertragsverlängerung umgestellt werden. Upsells bleiben vorerst auf der aktuellen Preisliste bestehen.

Die angekündigten Preise liegen bei £22 für Odoo Standard und £33,60 für Odoo Custom. Bisher mussten Nutzer im Vereinigten Königreich ihre Lizenzpreise mühsam aus Euro-Werten umrechnen.

Die Einführung einer eigenen Pfund-Preisliste ist ein klares Signal für das Wachstum des britischen Marktes – und zeigt, dass Odoo seine Strukturen entsprechend anpasst.

Community-Tratsch

Die heißen Themen, über die Odoo-Nutzer diesen Monat sprechen. 

Odoo-Forum zeitweise nicht erreichbar

Mehrere Regionen hatten über eine Woche keinen Zugriff auf das offizielle Odoo-Forum, Nutzer bekamen 403-Fehler oder eingeschränkten Zugang.

Ein LinkedIn-Post des Partners Jakub Vera löste eine Diskussion über Kommunikation und Erwartungen aus, da das Forum eine zentrale Quelle für Dokumentation, Best Practices und Implementierungswissen ist.

Community-Mitglieder hoben hervor:

  • das Forum ist wichtig bei Implementierungen
  • stark verlinkt über Google und Odoo-Dokumentation
  • ergänzt den Live-Support bei komplexen Themen

Man vermutete Einschränkungen im Zusammenhang mit Spam, Botnetzen oder aggressiven Crawlern.

Der Zugriff wurde später wiederhergestellt, die Diskussion schloss sich, erinnerte aber daran, wie zentral Community-Plattformen für Odoo bleiben.

Reddit-Check: Odoo Accounting vs. Sage Intacct

In einer aktuellen Diskussion auf Reddit wurde Odoo direkt mit Sage Intacct verglichen. Dabei kristallisierte sich heraus, wo Odoo im direkten Duell die Nase vorn hat:

  • Geschwindigkeit und Navigation: Schnelles Arbeiten durch effiziente „Breadcrumbs“.
  • Effizienz: Optimierte Journale und lückenlose Abstimmungsverfolgung.
  • Intuitivität: Schnelle Rechnungsansichten und benutzerfreundliches Interface.
  • Audit-Funktionen: Einfacher Datenexport und konsistente Terminologie für Buchprüfer.

Während Intacct beim Multicompany-Management (Intercompany) aktuell noch führt, holt Odoo hier rasant auf. Trotz einiger Vorbehalte bezüglich der Migration von Sage zu Odoo loben selbst Skeptiker Odoos Stärken, insbesondere bei der Stapelverarbeitung (Batch Processing).​

Auch die Konsolidierungs-Features von Odoo wurden positiv hervorgehoben. Nutzer merken an, dass sich Workflows flexibel konfigurieren lassen und weitere Verbesserungen im Reporting bereits in den Startlöchern stehen.​

Da die Reddit-Community oft als besonders kritisch gilt, ist dieses positive Feedback umso bemerkenswerter.

Odoo vs. Sage vergleichen

Odoo 19.1 bringt intelligentes Kontakt-Filtering

Der Minor-Release Odoo 19.1 rollt derzeit neue UI-Updates aus, die bereits für Aufmerksamkeit sorgen.

Eine der besten Neuerungen ist ein vereinheitlichtes Feld, mit dem Kontakte direkt als „Unternehmen“ oder „Einzelperson“ gefiltert werden können.Wer einen neuen Datensatz für eine Person erstellt, kann diese nun sofort mit dem entsprechenden Arbeitgeber verknüpfen.

Das spart unnötige Klicks und schützt die Datenintegrität, da jeder Kontakt augenblicklich mit dem relevanten Unternehmen verbunden wird.

Odoo verankert 7% jährliche Preissteigerungen in den Enterprise-AGB

Odoo hat an seinen Enterprise-Vertragsbedingungen geschraubt und das hat direkte Auswirkungen auf die Abo-Kosten. 

Die neue Klausel 5.2 legt fest, dass die Gebühren bei einer Verlängerung nun um bis zu 7 % pro Jahr der Vertragslaufzeit steigen können. Das ersetzt das alte Modell und sorgt dafür, dass sich die Preise wesentlich schneller und regelmäßiger an die aktuelle Preisliste angleichen.

Dieser Schritt folgt unmittelbar auf einen Preissprung von 30% auf dem US-Markt in diesem Januar.

Unsere Experten vermuten, dahinter steckt System, und rechnen für 2026 oder 2027 mit einer ähnlichen Welle in Europa. Die Preise für EU-West könnten demnach auf 44,90 € pro Monat klettern. 

Auch wenn Odoo den Deal vielleicht mit AI-Credits versüßt, zeigt der Trend zur festen jährlichen Indexierung eine deutlich aggressivere Preisstrategie, die das Wachstum kurzfristig bremsen könnte.

Neues aus der ERP-Welt 

Schlagzeilen aus der ERP-Welt, die du nicht verpassen solltest.

Dynamics 365 verschärft Lizenzkontrolle

Microsoft beendet das bisherige Vertrauensprinzip in Dynamics 365 Finance, Supply Chain und Commerce. Jeder Nutzer muss nun eine zugewiesene Lizenz über das Microsoft 365 Admin Center haben. Andernfalls wird der Zugriff nach 15 Tagen gesperrt. 

Die Änderung erhöht den administrativen Aufwand für IT-Teams, die von nun an Nutzer prüfen, Rollen anpassen und Lizenzen aktuell halten müssen. Für Anwender bedeutet das mehr Bürokratie und potenzielle Einschränkungen im Tagesbetrieb, während Microsoft Compliance und zentrale Kontrolle stärkt.

Sage bringt Copilot in Sage Operations

Sage hat den KI-Assistenten Copilot in Sage Operations integriert, seiner ERP-Lösung für kleine und mittelgroße Produktions- und Distributionsunternehmen. Funktionen sind aktuell im Early Access in Deutschland verfügbar.

Copilot ist direkt in die Oberfläche eingebunden, liefert kontextbezogene Warnungen, Hinweise und Antworten auf Basis aktueller Daten zu Aufträgen, Lagerbeständen, Beschaffung und Auslieferung. 

Wie zuletzt bei Microsoft, SAP und anderen Anbietern wird KI so zunehmend zum Standardfeature moderner ERP-Systeme.

Wer es schafft KI am effektivsten in seine Software integriert, bleibt gespannt abzuwarten. 

Oracle wegen KI-Ausbau von Anleihegläubigern verklagt

Oracle wird von seinen Anleihengläubigern verklagt. Der Vorwurf: Das Unternehmen soll Investoren über den tatsächlichen Kapitalbedarf für seine massive KI-Infrastruktur-Expansion getäuscht haben.

Laut der in New York eingereichten Klageschrift versäumte es der Tech-Riese offenzulegen, dass ein erheblicher Finanzierungsbedarf besteht, als er im September 2025 Anleihen im Wert von 18 Mrd. $ ausgab. Nur sieben Wochen später nahm Oracle weitere 38 Mrd. $ an Krediten auf, um Rechenzentren für einen wegweisenden OpenAI-Auftrag zu finanzieren.

Die Marktreaktion war laut Klage „prompt und heftig“: Der plötzliche Schuldenanstieg erhöhte das Kreditrisiko und ließ die Kurse der Anleihen einbrechen.

Der Fall verdeutlicht das wachsende Spannungsfeld im Tech-Sektor: die enormen Investitionskosten (CapEx), um das KI-Wettrüsten zu gewinnen, versus die von institutionellen Anlegern erwartete Transparenz.

Die Klage nimmt auch Gründer Larry Ellison und das Management persönlich in die Pflicht. Für Oracle steht 2026 viel auf dem Spiel: Der Konzern muss seine Kommunikation vor Gericht verteidigen, während er gleichzeitig einen 300-Milliarden-Dollar-Deal mit OpenAI schultert.

Europa hinkt bei KI-Sicherheit hinterher

Europäische Unternehmen liegen bei der KI-Sicherheit deutlich zurück trotz Vorreiterrolle bei der Regulierung wie dem EU AI Act.

Ein neuer Kiteworks-Repor zeigt eine erhebliche Lücke bei der Erkennung von KI-Anomalien im Vergleich zum weltweiten Durchschnitt von 40%. Die großen europäischen Volkswirtschaften bleiben allesamt unter diesem Wert: 

- Großbritannien: 37%
- Deutschland: 35%
- Frankreich: 32%

Der Bericht warnt eindringlich: Gesetzgebung ohne operative Sicherheit ist wirkungslos. Der rechtliche Rahmen nützt wenig, wenn er in der Praxis nicht umgesetzt wird. Viele europäische Firmen sind daher nicht ausreichend gerüstet, um kompromittierte Daten zu erkennen oder Cyberangriffe abzuwehren.

Europas größte Herausforderung für 2026 besteht darin, die Kluft zwischen Richtlinien und tatsächlicher Ausführung zu schließen. 

Um wirklich „AI-ready“ zu sein, müssen Unternehmen von manueller Governance zu automatisierten Sicherheitskontrollen wie Echtzeit-Monitoring und Training-Data-Recovery übergehen.

Epicor plant das Ende für On-Premise-Produkte

Der ERP-Anbieter Epicor hat angekündigt, die On-Premise-Versionen seiner Produkte wie Kinetic, Prophet 21 und BisTrack schrittweise einzustellen. Dies ist Teil einer konsequenten Cloud-First-Strategie.

Die letzten On-Premise-Releases werden zwischen 2026 und 2028 erscheinen, gefolgt von abgestuften Support-Phasen, die je nach Produkt zwischen 2029 und 2030 enden.

Epicor argumentiert, dass dieser Schritt den Kunden einen schnelleren Zugang zu neuen Funktionen und KI-gestützten Kapazitäten ermöglicht, die exklusiv in der Epicor Cloud verfügbar sind. Gleichzeitig sollen der Infrastrukturaufwand und die Last von Upgrades reduziert werden.

Da künftige Innovationen ausschließlich in der Cloud stattfinden, entwickeln sich On-Premise-Systeme zunehmend zu reinen Wartungsmodellen ohne Wachstumspfad. Dies erhöht die Abhängigkeit vom Anbieter und reduziert die Kontrolle des Kunden.Selbst stark regulierte Branchen sind von dieser Entscheidung nicht ausgenommen.

Selbst stark regulierte Branchen sind von dieser Entscheidung nicht ausgenommen und müssen künftig auf hybride Lösungen oder Sovereign-Cloud-Architekturen ausweichen, um Compliance-Vorgaben zu erfüllen.

Epicors Entscheidung spiegelt einen breiteren ERP-Trend zur Cloud-Konsolidierung wider. Die Softwarehäuser scheinen ihre Innovationen und KI-Investitionen auf ein einziges Bereitstellungsmodell zu konzentrieren. Die Zeit wird zeigen, ob dieser exklusive Cloud-Ansatz tatsächlich für jeden industriellen Anwendungsfall funktioniert.

ERP-Trends für 2026: Wo geht die Reise hin?

ERPs entwickeln sich aktuell von reinen Systemen zur Datenerfassung hin zu aktionsorientierten Plattformen. 

Wir haben die fünf wichtigsten Trends zusammengefasst, die Unternehmen für 2026 auf dem Schirm haben sollten:

1. Agentic AI übernimmt

Vergessen Sie einfache Chatbots. Autonome KI-Agenten planen und führen komplexe Workflows künftig mit minimalem menschlichem Eingreifen aus.

2.Low-Code/No-Code als Standard

Fachabteilungen gestalten ihre Nutzeroberflächen (Tabellen, Kanbans, Buttons) selbst um, ohne die IT-Abteilung zu bemühen oder den Quellcode zu gefährden.

3. Headless ERP-Architektur

Der monolithische „Alles-aus-einer-Hand“-Ansatz bröckelt. Unternehmen halten ihren Finanzkern stabil und docken spezialisierte Module (Logistik, ESG etc.) flexibel via API an.

4. Integriertes ESG-Reporting

Nachhaltigkeit wird zum Pflichtteil der Buchhaltung. CO2-Fußabdrücke und Lieferketten-Ethik werden künftig mit der gleichen Präzision getrackt wie Umsatzzahlen.

5. Souveräne Cloud in der EU

Um dem EU AI Act und der DSGVO gerecht zu werden, setzen immer mehr europäische Unternehmen auf „Sovereign Clouds“ (wie die AWS European Sovereign Cloud), um KI-Tools rechtssicher zu nutzen.


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